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Diagnose von Gastritis und Magengeschwür

Die akute Gastritis geht in den meisten Fällen mit starken Schmerzen einher. Sie sind v. a. in Bereich des Oberbauchs in der Nähe des Magens lokalisiert. Begleitet werden diese Schmerzen häufig von Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Übelkeit oder Erbrechen. Eine chronische Gastritis hingegen verursacht bei vielen Patienten gar keine oder nur wenige typische Symptome. Nur zeitweise und meist in fortgeschrittenem Erkrankungsstadium treten unspezifische Schmerzen in der Magengegend auf, teilweise auch Blähungen, Durchfälle oder Völlegefühl.

Patienten, die an einem Magengeschwür (Ulcus ventriculi) erkrankt sind, klagen häufig über Schmerzen in der Magengegend, die in manchen Fällen bis zum Rücken oder bis zum Brustbein ausstrahlen können. Die Schmerzen können sowohl nach dem Essen verstärkt als auch unabhängig von den Mahlzeiten sein. In manchen Fällen finden sich Bluteinlagerungen im Erbrochenen oder dem Stuhl (sog. Teerstuhl). Rund ein Drittel der Patienten ist beschwerdefrei. Meist wird das Magengeschwür dann nur zufällig bei einer Routineuntersuchung bemerkt.

Untersuchungen zur Diagnose von Gastritis oder einem Magengeschwür

Häufig hat der Arzt bereits nach der Schilderung der Symptome einen Verdacht auf Gastritis. In der körperlichen Untersuchung wird zur Verifizierung der Diagnose der Oberbauch abgetastet. Dieses Abtasten verursacht in den meisten Fällen eine Verstärkung des Schmerzes. Darüber hinaus können eine Blutuntersuchung auf Entzündungsparameter und eine Ultraschalluntersuchung des Magens vorgenommen werden. Eine sichere Diagnose einer Gastritis oder eines Magengeschwürs kann nur durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) gestellt werden.

Gastroskopie sichert die Diagnose

Bei dieser Untersuchungsmethode wird ein flexibles Endoskop durch den Mund und die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Am Ende dieses Endoskops befindet sich eine Kamera, mit deren Hilfe der Arzt sich die Speiseröhre, den Magen und auch Teile des Zwölffingerdarms ansehen kann. Außerdem ermöglicht es dieses Instrument, Gewebeproben von auffälligen Bereichen der Schleimhaut zu entnehmen und zu untersuchen. Damit ist es möglich, zwischen einer Schleimhautentzündung, einem Magengeschwür und Magenkrebs zu unterscheiden. Auch der Nachweis einer Helicobacter pylori-Infektion ist anhand einer entnommenen Gewebeprobe der Magenschleimhaut möglich, z. B. durch Bakterienkultur im Labor oder den Urease-Schnelltest (Nachweis des harnstoffspaltenden Enzyms des Bakteriums).

Nachweis von Helicobacter-Bakterien

Da dieser Erreger besonders häufig im Rahmen einer Gastritis oder eines Magengeschwürs auftritt, kommt dem Nachweis dieser Bakterien besondere Bedeutung zu. Neben dem direkten Nachweis im Bioptat (Gewebeprobe) ist es auch möglich, Antikörper gegen das Bakterium im Blut, den Erreger in einer Stuhlprobe oder dessen Stoffwechselprodukte in der ausgeatmeten Luft nachzuweisen. Letzteres gelingt mit dem sog. 13C-Harnstoff-Atemtest. Dabei nimmt der Patient über eine Mahlzeit Harnstoff zu sich, der mit dem Kohlenstoff-Isotop 13C markiert ist. Helicobacter-Bakterien wandeln diesen Harnstoff in markiertes Kohlendioxid um, das danach in der Atemluft messbar ist. Dieser Test kann auch zur Verlaufskontrolle in der Therapie eingesetzt.

Antje Habekuß

17.06.14

Diagnose