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Gesunde Ernährung und Lebensstiländerung bei Typ-2-Diabetes

Personen, die an Diabetes Typ 2 leiden, können durch eine Umstellung der Ernährung, Gewichtsverlust und mehr Bewegung Diabetes lindern oder gar vollständig heilen.

Menschen mit Diabetes sind oft übergewichtig. Daher stellt der Verlust von überflüssigem Gewicht den ersten und wichtigsten Schritt in der Behandlung von Diabetes dar. Das Ziel ist es, einen Body-Mass-Index unter 25 zu erreichen. Allerdings ist nicht nur die Menge des Körperfetts, sondern auch dessen Verteilung für das Ausmaß des Gesundheitsrisikos wichtig. Viel Bauchfett geht oft mit erhöhtem Blutdruck und Störungen im Fettstoffwechsel einher. Dabei gilt als Grenzwert für den Bauchumfang bei Männern 102 cm, bei Frauen 88 cm.

Durch eine negative Energiebilanz kann aber sowohl das Körpergewicht als auch der Bauchumfang verringert werden. Und das erreicht man am besten durch eine geringere Energiezufuhr und einen erhöhten Verbrauch von Energie, z. B. durch Bewegung und Sport. Durch die Verringerung des Gewichts kommt es in weiterer Folge zu einer erhöhten Wirkung des Insulins und somit auch zu einer besseren Blutzuckereinstellung.

Gewichtsverlust kann Stoffwechsellage verbessern

Laut minimed.at kann eine Ernährungsumstellung für Menschen mit Typ-2-Diabetes zu einer Heilung der Erkrankung führen. Zudem ist die richtige Ernährung auch wichtig, um Spätfolgen, wie Nieren-, Augen- und Gefäßschäden, zu vermeiden. Da bei Patienten mit Typ-2-Diabetes eine Insulinresistenz vorliegt, kann eine Gewichtsreduktion eine Verbesserung der Stoffwechsellage herbeiführen.

Es gilt, eine abwechslungsreiche, ausgewogene Mischkost zu sich zu nehmen, d. h., 45 bis 60 % Kohlenhydrate, die auf mehrere Mahlzeiten pro Tag verteilt werden sollten, um Schwankungen des Blutzuckerspiegels zu verhindern. Zudem sollte man darauf achten, komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten und Gemüse zu sich zu nehmen, da diese im Körper erst zerlegt werden müssen und dadurch langsamer ins Blut übergehen.

Ausreichend Ballaststoffe und das richtige Fett

Empfehlenswert ist auch die ausreichende Aufnahme von Ballaststoffen, es sollten etwa 30 g pro Tag sein. Sie sind in Vollkornprodukten, Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchten enthalten, womit man zeitgleich den Bedarf an Vitaminen deckt. Für Menschen mit Diabetes gilt bei der Fettzufuhr, dass sie nicht mehr als 30 bis 35 % der täglichen Energiemenge ausmachen sollten. Wichtig ist es auch, auf qualitativ hochwertige Fette zu achten, d. h., man sollte möglichst wenig tierisches Fett zu sich nehmen und auf ungesättigte Fettsäuren aus Oliven-, Maiskeim-, Raps-, Sonnenblumen- und Distelöl setzen.

Auch gegen die Aufnahme von Eiweiß spricht nichts, vorausgesetzt man übersteigt die tägliche Zufuhr von 10 bis 20 % nicht. Eiweiß ist zwar wichtig für den Zellaufbau, belastet aber im Übermaß genossen die Nieren. Pflanzliches Eiweiß ist besser geeignet als tierisches Eiweiß. Fleisch sollte daher nur in kleinen Portionen genossen werden, maximal zwei bis drei Mal pro Woche.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 2/2018

14.03.19