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Gicht bei Diabetes

Ein Gichtanfall tritt oft wie aus dem Nichts auf – nachts oder frühmorgens erwacht man mit starken Schmerzen, beispielsweise im Zehgelenk. Gicht ist nach Angaben der Apotheken Umschau eine Stoffwechselerkrankung, die mit zu hohen Harnsäurekonzentrationen im Blut einhergeht. Harnsäurekristalle setzen sich in Gelenken, Schleimbeuteln, Sehen, der Haut oder im Ohrknorpel ab, ebenso wie in der Niere.

Zusammenhang zwischen Diabetes und Gicht

Es gibt eine genetische Veranlagung für Gicht, aber auch eine ungesunde Ernährung, zuviel Alkohol und Übergewicht können Gicht befördern. Zudem gibt es einen Zusammenhang zu Diabetes: Denn Gicht erhöht einerseits das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Andererseits kann Diabetes zu Nierenschäden führen, die wiederum Gicht als Folgeerkrankung nach sich ziehen.

So hat eine amerikanische Studie gezeigt, dass Gichtpatienten verglichen mit Menschen mit Arthrose ein wesentlich höheres Risiko haben, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Besonders bei Frauen zeigte sich dieser Zusammenhang. Bei einem bereits vorhandenen Diabetes kann es indes vorkommen, dass die Nieren so geschädigt sind, dass sie nicht genug Harnsäure ausscheiden – der Harnsäurespiegel im Körper steigt an und es kommt zur Gicht.

Was tun bei Gicht?

Bei einem akuten Gichtanfall werden Medikamente eingesetzt, z. B. Antirheumatika, Kortisonmedikamente und Cholchicin. Menschen mit Gicht sollten sich zudem gesund ernähren und dabei vor allem auf purinreiche Lebensmittel möglichst verzichten. Aus Purinen wird im Körper Harnsäure gebildet. Purinreiche Lebensmittel sind z. B. Fleisch, manche Fischsorten, Hülsenfrüchte und Hefe ebenso wie Innereien. Zudem sollte Menschen mit Gicht auf eine fettarme Zubereitung der Lebensmittel achten, auf üppige Mahlzeiten sowie Alkohol besser verzichten, aber ebenso auf Fasten und Durstphasen.

Zudem ist es empfehlenswert – sowohl für Menschen mit Typ-2-Diabetes als auch für Gichtpatienten – vorhandenes Übergewicht zu reduzieren. Dies aber auf die gesunde Art, also durch gesunde, ausgewogene Ernährung und viel Bewegung, nicht durch Radikaldiäten. Körperliche Aktivität ist allgemein sinnvoll, so die Apotheken Umschau, da sie dazu beiträgt, den Harnsäurespiegel im Körper zu senken.

Quelle: Befund Diabetes 2/2018

08.11.18