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Therapie von Gicht

Die Therapie bei einem akuten Gichtanfall zielt zunächst auf die Linderung der Symptome. Um Schmerzen, Überwärmung und Schwellungen des Gelenks zu behandeln, können sowohl medikamentöse als auch physikalische Therapieverfahren angewendet werden. Zur Normalisierung der Harnsäurekonzentration setzen Mediziner in erster Linie auf sog. Urikostatika und eine Umstellung der Ernährung auf purinarme Kost.

Behandlung eines akuten Gichtanfalls

Bei einem akuten Gichtanfall gilt es zunächst, die Entzündung des Gelenks zu lindern. Dazu werden u. a. sog. nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Dies sind kortisonfreie Medikamente, die sowohl entzündungshemmend als auch schmerzlindernd wirken. Auch Kolchizin – eine Substanz aus der Herbstzeitlose – und Arzneimittel auf Kortisonbasis können zur Behandlung der Gicht dienen. Physikalische Therapieverfahren wie beispielsweise Kälteanwendungen können die medikamentöse Therapie unterstützen.

Die Harnsäurewerte langfristig senken

Ziel der langfristigen Gichttherapie ist eine Senkung des Harnsäurewerts, um einem Fortschreiten der Erkrankung und weiteren Gichtanfällen nach Möglichkeit vorzubeugen. Dies soll u. a. durch die Gabe von Urikostatika erreicht werden, die die Bildung von Harnsäure hemmen. Außerdem stehen sog. Urikosurika zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Medikamente, die die Ausscheidung der Harnsäure fördern können.

Ein weiterer Bestandteil der derzeitigen Therapie ist eine Umstellung der Ernährung auf purinarme Kost. Lebensmittel, die viele Purine enthalten, sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Dazu gehören u. a. Forelle, Hering, Sprotten, Leber, Niere und Kalbsbries. Wenig Purin ist hingegen z. B. in Milch, Joghurt, Ei, Paprika, Kartoffeln, Äpfeln sowie Vollkorn- und Weißbrot enthalten.

Antje Habekuß

14.08.14

Therapie