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Diagnose von Hämorrhoiden

Je nachdem, in welchem Schweregrad die Erkrankung ausgeprägt ist, treten verschieden starke Symptome auf. Im ersten Stadium, wenn es zu einer Vorwölbung der Hämorrhoiden kommt, die von außen nicht sichtbar und auch nicht tastbar ist, treten in der Regel keinerlei Symptome oder Beschwerden auf. Oftmals machen sich die Hämorrhoiden durch frisches, hellrotes Blut im Stuhl bzw. am Toilettenpapier bemerkbar.

Blutungen, Brennen und Juckreiz sind häufige Symptome

Im zweiten Stadium können die Hämorrhoiden durch Pressen oder bei der Stuhlentleerung vorfallen. Noch gehen sie jedoch von allein wieder in ihre ursprüngliche Position zurück. In diesem Stadium verursachen die Hämorrhoiden u. a. Juckreiz oder ein leichtes Brennen. Die Beschwerden verstärken sich, wenn Hämorrhoiden des dritten Grades vorliegen (der Vorfall der Hämorrhoiden besteht, sie lassen sich jedoch manuell zurückbefördern). Brennen, Jucken und Nässen sind in diesem Stadium häufige Symptome. Hinzukommen kann ein unangenehmes Fremdkörpergefühl.

Im letzten Stadium lässt sich der meist bereits große Hämorrhoidalknoten nicht mehr ins Innere des Körpers bewegen. Das bringt häufig Wundsein, Ekzeme (sog. Analfissuren) und Entzündungen mit sich. Durch mechanische Beanspruchung, z. B. durch das Wischen mit Toilettenpapier, kann die Gefäßwand einreißen und es entstehen stärkere Blutungen. In den letzten beiden Stadien ist zudem die Funktion des Schließapparates nicht mehr vollständig gewährleistet. Es kann zu Stuhlschmieren und Schleimabsonderung auch außerhalb der normalen Stuhlentleerung kommen.

Diagnose durch Tastuntersuchung und Spiegelung

Zur Diagnose eines Hämorrhoidalleidens wird nach ausführlicher Anamnese meist eine digital-rektale Tastuntersuchung durchgeführt, d. h. die Abtastung des Darmausgangs mit dem Finger. Bereits mit dieser Untersuchungsmethode kann der Arzt vergrößerte Hämorrhoiden fühlen und eine erste Diagnose stellen.

In der Regel wird die Diagnose zusätzlich durch eine Spiegelung des Enddarms (sog. Rektoskopie) sowie des Analkanals (sog. Proktoskopie) gesichert und der Schweregrad der Erkrankung festgestellt. Da die Blutungen jedoch auch andere Ursachen haben könnten, die in jedem Falle ausgeschlossen werden sollten (z. B. einen Tumor im Dick- oder Enddarm), wird zur Sicherheit eine Spiegelung des Dickdarms (sog. Koloskopie) durchgeführt.

Antje Habekuß

05.08.14

Diagnose