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Entstehung von Halsschmerzen

Halsschmerzen entstehen in der Regel, wenn unser Immunsystem auf Fremdkörper reagiert, die über unsere Atemwege eindringen und sich dort extrem stark vermehren. In diesem Fall erhöht unser Körper die Durchblutung der Schleimhäute. Diese wiederum synthetisieren daraufhin spezielle Abwehrsubstanzen, sog. Prostaglandine, um die Eindringlinge schnell wieder loszuwerden. Die Abwehrstoffe wiederum bekämpfen zum einen die Fremdkörper, lösen aber zum anderen Rötungen und Schwellungen im Halsgewebe aus. Als Folge dieser Reaktion verspüren wir Halsschmerzen.

Welche Ursachen haben Halsschmerzen?

Halsschmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Je nach Erkrankung können Viren, Bakterien oder auch Pilze als Auslöser für die Entstehung von Halsschmerzen in Betracht kommen. Als einzelnes Symptom sind Halsschmerzen wenig aussagekräftig. Erst im Gesamtbild mit anderen Beschwerden ist es möglich, eine eindeutige Ursache für die Entstehung der Halsschmerzen zu ermitteln:

Erkältung oder grippaler Infekt: Die Halsschmerzen treten mit weiteren typischen Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen auf. In schwereren Fällen kommt noch Fieber hinzu.

Mandelentzündung: Medizinisch auch Angina tonsillaris genannt. Eine Mandelentzündung tritt meist plötzlich auf und wird oft von hohem Fieber begleitet. Auch kommen ein allgemeines Unwohlsein sowie starke Schluckbeschwerden hinzu. Die Mandeln sind geschwollen und weisen einen weiß-gelblichen Belag auf. Auch Kopf- und Gliederschmerzen können die Betroffenen quälen.

Echte Grippe (Influenza): Im Gegensatz zur Erkältung oder einem grippalen Infekt wird die echte Grippe in ihrer Entstehung von hohem Fieber und Schüttelfrost begleitet. Starke Kopf- und Gliederschmerzen, Erschöpfung, Schluckbeschwerden und trockener Husten vervollständigen das Krankheitsbild.

Scharlach: Diese Erkrankung ist meist bei Kindern zu finden. Sie entsteht plötzlich. Kopfschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber und ein geröteter Hals mit entzündeten Mandeln weisen auf Scharlach hin. Weitere Anzeichen für die Entstehung von Scharlach sind u. a. ein Hautausschlag mit stecknadelkopfgroßen Flecken und eine sog. „Himbeerzunge“.

Mumps: Auch diese Erkrankung entsteht zumeist bei Kindern und Jugendlichen. Die Betroffenen klagen über Schluckbeschwerden, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Appetitlosigkeit. Die Mundschleimhaut und Speicheldrüsen entzünden sich und schwellen an. Dies führt zu der typischen geschwollenen Gesichtsform.

Pfeiffersches Drüsenfieber: Hier werden die Halsschmerzen von Fieber und grippeähnlichen Symptomen begleitet. Hinzu kommen Kopf- und Muskelschmerzen, angeschwollene Lymphknoten und seltener kann es zu einer Vergrößerung der Leber kommen, die zur sog. Gelbsucht führen kann.

Herpangina: Diese Erkrankung entsteht meistens bei Kindern. Neben Schluckbeschwerden treten kleine rot umrandete Bläschen im Gaumen- und Rachenbereich auf. Platzen sie auf, hinterlassen sie schmerzhafte offene Stellen. Darüber hinaus leiden die Betroffenen an hohem Fieber und haben Schmerzen beim Essen und Trinken. Ihr Zustand verschlechtert sich fast stündlich.

Diphterie: Starke Halsschmerzen in Kombination mit weiß-gelblichen Belägen auf den Mandeln und geschwollenen Lymphknoten im Hals- und Kieferbereich zeichnen dieses Krankheitsbild aus. Hinzu kommen Heiserkeit, pfeifende Atemgeräusche und Atemnot, die bis zu Erstickungsanfällen führen kann.

Schilddrüsenentzündungen: Neben diversen Formen von Schilddrüsenentzündungen treten bei der Variante „de Quervain“ Halsschmerzen, Fieber und Müdigkeit auf. Die Schilddrüse selbst ist druckschmerzempfindlich und ihre Hormonwerte sind erhöht. Auch finden sich Anzeichen für Entzündungen im Blutbild.

Kehldeckelentzündung: Diese Erkrankung tritt plötzlich auf. Die Betroffenen klagen über starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Schmerzen beim Sprechen. Hinzu gesellen sich schwere Atemprobleme und daraus resultierend eine extrem blasse oder sogar bläuliche Gesichtsfarbe.

Kehlkopfentzündung: Neben starken Halsschmerzen treten hier Heiserkeit und ein steter Hustenreiz auf. Je nach Krankheitsverlauf kann sogar die Stimme versagen.

Kehlkopfkrebs: Hierbei handelt es sich um eine recht seltene Krebserkrankung. Je nach Lage des Tumors kann er sich schon frühzeitig durch anhaltende Heiserkeit, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden bemerkbar machen. Die Betroffenen haben das Gefühl, sie hätten einen Fremdkörper im Hals, den sie aber weder durch ständiges Räuspern noch durch vermehrtes Trinken beseitigen können.

Überbeanspruchung der Stimme: Hierbei handelt es sich um eine recht harmlose Ursache für Halsschmerzen. Durch zu langes Reden, lautstarkes Schreien und Rufen oder Singen wurden die Stimmbänder zu sehr beansprucht. In der Folge leiden die Betroffenen unter Halsschmerzen und Heiserkeit. In ausgeprägteren Fällen sogar zeitweise unter einem kompletten Verlust ihrer Stimme.

Reizung der Atemwege: Manchmal können starke Reizungen der Atemwege zur Entstehung von Halsschmerzen führen. Die Reizung wird hier durch z. B. starkes Rauchen oder das Einatmen von sehr trockener Luft hervorgerufen. Auch das Inhalieren von schädigenden Chemikalien sowie eine allergische Reaktion auf bestimmte Pollen und Stäube können zur Entstehung von Halsschmerzen führen.

Halsabszess: Neben starken Halsschmerzen finden sich hier Fieber, Atemnot und eine gewisse Nackenstarre. Zudem weisen die Betroffenen eine Aussprache auf, als hätten sie einen Kloß im Hals.

Halszyste: Hierbei handelt es sich um eine angeborene Fehlentwicklung des Halsgewebes. Je nach Größe und Lage können sie zu Halsschmerzen und Schluckbeschwerden führen.

Pseudokrupp: Diese Variante der Kehlkopfentzündung entsteht meist bei Kleinkindern und wird von erkältungsähnlichen Symptomen begleitet. Des Nachts zeichnet sich der Pseudokrupp durch einen bellenden Husten aus. Darüber hinaus entstehen Halsschmerzen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Atemnot sowie ein pfeifendes Atemgeräusch.

Melissa Seitz

23.02.15

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