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Hühneraugen

Wenn Füße schmerzen

Hühneraugen sind die Folge von schlechtsitzenden Schuhen oder Fußfehlstellungen. Bei ihnen handelt es sich um Druckstellen, die sich nach und nach zu einer Hornschicht verdicken. Bei anhaltendem Druck bildet sich schließlich ein Sporn, der in die Tiefe der Haut reicht und beim Laufen Schmerzen bereitet.

Hühneraugen sollten möglichst rasch behandelt werden, da sie das Laufen erschweren und bei bestimmten chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus zur Bildung von Geschwüren neigen. Einerseits sollte das Hühnerauge entfernt werden, andererseits müssen die Ursachen, soweit möglich, beseitigt werden, damit sich nach der Entfernung kein neues Hühnerauge bilden kann.

Hühneraugen lassen sich häufig zwar eigenhändig entfernen, doch insbesondere bei chronischen Erkrankungen empfiehlt sich die Behandlung durch eine medizinische Fußpflege. Das Gleiche gilt für Hühneraugen, die sich an Stellen des Fußes befinden, die sich nur schlecht erreichen lassen.

Behandlung von Hühneraugen

Um die Hornschicht zu entfernen, sollte der betroffene Fuß eine Zeit lang in warmem Wasser gebadet werden, bis die Hornhaut aufweicht. Dann kann die Hornschicht mithilfe eines Bimssteins oder einer Fußfeile vorsichtig abgetragen werden, allerdings nur so weit, dass die gesunde Haut nicht verletzt wird. In der Regel muss diese Prozedur mehrfach durchgeführt werden, mit ein wenig zeitlichem Abstand dazwischen. Nach jedem Abfeilen der Hornschicht sollte der Fuß eingecremt werden, um die Haut geschmeidig zu halten. Möglich ist es aber auch, salizylsäurehaltige Pflaster auf das Hühnerauge zu kleben. Diese weichen die Hornschicht ebenfalls auf, sodass sie sich mit der Feile oder dem Bimsstein abtragen lässt. Mit einer Anwendung allein ist es nicht getan. Damit das Hühnerauge sich in der Zeit zwischen den Behandlungen nicht wieder bildet, ist es sinnvoll, ein Pflaster auf die betroffene Fußpartie zu kleben, das den Bereich schützt.

Durch das Tragen von Schuhen, die bequem sitzen, lässt sich die Bildung von Hühneraugen vermeiden. Sollten Schuhe auch nach dem Einlaufen noch drücken, ist es besser, sie durch andere zu ersetzen oder sie immer nur kurzzeitig zu tragen. Fußfehlstellungen können durch Einlagen korrigiert werden. Auch regelmäßiges Eincremen der Füße hilft, die Haut geschmeidig zu halten und Hornhaut vorzubeugen.

Quelle: Patient und Haut 2/2018

29.04.19

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