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Impfschutz regelmäßig erneuern

Ein kleiner Piks, der Krankheitserreger ganz bewusst in den Körper transportiert? Genau das passiert bei einer Impfung. Die Erreger sind allerdings stark abgeschwächt oder bereits abgetötet. Sie sind damit (i. d. R.) keine Gefahr für die Gesundheit. Im Gegenteil, sie sollen die Gesundheit erhalten. Denn: Ist der Körper mit den Erregern in Kontakt gekommen, beginnt er, Antikörper dagegen zu bilden. Kleine Helfer, die im Falle einer tatsächlichen Infektion den Körper dabei unterstützen, die Krankheit abzuwehren oder zumindest einen schweren Verlauf zu verhindern.

Während der kleine Piks für Säuglinge und Kleinkinder ganz normal ist und die nötigen Impfungen regelmäßig vom Kinderarzt überprüft werden, gerät das Impfen mit zunehmendem Alter häufig in Vergessenheit. Dabei kann nur durch regelmäßige Auffrischungen die sog. Grundimmunisierung erhalten bleiben.

Empfehlungen der Impfkommission

Auch Erwachsene (über 18 Jahre) sollten sich deshalb regelmäßig impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, dass sie ihren Impfschutz überprüfen sollten. Alle zehn Jahre ist eine Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphterie sinnvoll, ebenso wie ggf. eine einmalige Impfung zur Auffrischung gegen Keuchhusten und Kinderlähmung (Poliomyelitis). Darüber hinaus spricht die STIKO sich auch für eine Impfung gegen Masern aus, für alle, die nach 1970 geboren sind. Frauen mit Kinderwunsch sollten darüber hinaus ihren Impfschutz gegen Röteln überprüfen und falls nötig auffrischen.

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, sich gegen Pneumokokken und die Grippe (Influenza) impfen zu lassen. Dies gilt vor allem für Senioren über 60 und Menschen, die an einer Grunderkrankung leiden und deren Immunsystem deshalb geschwächt ist (z. B. bei Diabetes). Die Pneumokokken-Impfung wird i. d. R. einmalig durchgeführt und bietet dann einen Schutz für mehrere Jahre. Frühestens nach sechs Jahren muss diese Impfung aufgefrischt werden. Die Grippe-Impfung sollte dagegen jährlich erfolgen. Idealerweise vor dem Winter, da dann die Influenza am häufigsten auftritt. Hier ist eine Auffrischung jedes Jahr vonnöten, da sich der Impfschutz immer nur auf den aktuell vorkommenden Virusstamm bezieht, der sich ständig verändert. Der Impfstoff wird deshalb regelmäßig angepasst.

Grippe-Impfung für Schwangere

Die STIKO rät zudem allen Schwangeren zur Grippe-Impfung. I. d. R. wird die Impfung allen Schwangeren ab dem vierten Schwangerschaftsmonat empfohlen. Schwangere, die unter einer Grunderkrankung leiden (z. B. zu hoher Blutdruck), lassen sich idealerweise bereits früher impfen (im ersten Trimester). Diese Impfung schützt nicht nur die Mutter vor einer schwer verlaufenden Grippe mit möglichen Komplikationen, sondern auch das Baby, bei dem u. U. bei einer Infektion Wachstumsverzögerungen auftreten können. Außerdem ist das Baby auch nach der Geburt noch gegen Influenza geschützt, da die Antikörper auf das Ungeborene übertragen werden. Studien haben die Verträglichkeit der Impfung bei Schwangeren bestätigt. Sie zeigen, dass i. d. R. keine Komplikationen in der Schwangerschaft dadurch entstehen.

Zusätzliche Impfungen können Erwachsene mit ihrem Arzt besprechen. Sie können je nach Gesundheitszustand notwendig sein. Z. B. Impfungen gegen Hepatitis A oder B oder Meningokokken.

Quelle: Deutsches Magazin für Frauengesundheit 2/2018

14.02.19

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