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Impfungen und Lungenerkrankungen

Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD sollten sich so gut wie möglich vor Atemwegserkrankungen schützen, denn diese können die Grunderkrankung zumindest zeitweilig verstärken. Doch auch andere Infektionskrankheiten können das Allgemeinbefinden bei Lungenerkrankungen stark beeinträchtigen.

Deshalb sollten Asthma- und COPD-Erkranke unbedingt die sog. Standardimpfungen durchführen lassen sowie ihren Arzt um die Impfungen bitten, die die Ständige Impfkommission (STIKO) bei chronischen Lungenerkrankungen empfiehlt. Denn Impfungen sorgen dafür, dass die Krankheiten, gegen die geimpft wurde, bei einem Kontakt mit dem jeweiligen Erreger nicht ausbrechen. Eine Ausnahme bildet allerdings manchmal die Grippeimpfung: Da Grippeviren sich ständig verändern, kann es u. U. passieren, dass die Grippeimpfung keinen 100%igen Schutz vor einer Erkrankung bietet.

Standardimpfungen bei Lungenerkrankungen

Zu den Standardimpfungen gehören bei Erwachsenen in erster Linie die Impfungen gegen Diphtherie und Tetanus, die alle zehn Jahre durchgeführt werden sollten, um einen dauerhaften Impfschutz zu erhalten. Für Menschen mit Lungenerkrankungen spielt vor allem auch die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten (Pertussis) eine Rolle, da es sich dabei um eine schwere Atemwegserkrankung handelt, die auch Erwachsene betrifft. Der Impfschutz gegen Keuchhusten hält nach einer Impfung bis zu 12 Jahre an, weshalb bei einer Auffrischungsimpfung gegen Diphtherie und Tetanus auch gegen Keuchhusten geimpft werden sollte. Das empfiehlt u. a. das Deutsche Zentrum für Lungenforschung. Da es gegen Keuchhusten keine Einzelimpfung, sondern nur eine Kombinationsimpfung zusammen mit Diphtherie und Tetanus gibt, müssen Patienten ihren Arzt vor der Impfung um den Kombinationsimpfstoff bitten.

Wichtige Impfungen für Asthma- und COPD-Patienten

Für chronisch Kranke, d. h. für Menschen mit Asthma oder COPD, empfiehlt die STIKO zudem die Impfung gegen Pneumokokken und Grippe (Influenza). Pneumokokken sind Bakterien, die durch die sog. Tröpfcheninfektion übertragen werden, also durch winzige Speicheltröpfchen, die z. B. beim Sprechen oder Husten in die Luft gelangen. Eine Pneumokokkeninfektion kann zu einer Nasennebenhöhlen-, einer Mittelohr- oder einer Hirnhautentzündung führen. Besonders gefährlich für Menschen mit vorgeschädigten Lungen ist die durch Pneumokokken hervorgerufene Lungenentzündung, an der allein in Deutschland ca. 10.000 Menschen im Jahr sterben. Die Pneumokokkenimpfung ist daher für Menschen mit COPD oder Asthma ein absolutes Muss. Sie sollte alle sechs Jahre aufgefrischt werden.

Eine Impfung gegen Grippe sollten Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen ebenfalls durchführen lassen. Denn auch als Folge einer Grippe kann es zu schweren, z. T. tödlichen Lungenentzündungen kommen. Doch selbst wenn die Grippe einen weniger schweren Verlauf nimmt, kann sie bei Menschen mit Asthma oder COPD zu einer Verschlechterung der Vorerkrankung führen. Die Grippeimpfung muss jährlich aufgefrischt werden, denn das Grippevirus verändert sich ständig. Die Impfung des letzten Jahres schützt daher nicht gegen das Grippevirus des aktuellen Jahres. Da sich das Grippevirus auch während der aktuellen Saison verändert, schützt selbst die aktuelle Impfung nicht immer vollständig vor einer Infektion, doch i. d. R. nimmt die Erkrankung einen leichteren Verlauf. Die Grippeimpfung sollte am besten bereits im September oder Oktober, also vor der Grippesaison vorgenommen werden, um den bestmöglichen Impfschutz zu erlangen.

Quelle: allergikus 1/2018

22.08.18

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