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Kältetherapie bei Psoriasis

Kälte kann Juckreiz und Schmerzen, die mit den Hautveränderungen einhergehen, lindern. Daher verwenden viele Patienten auch Coldpacks oder kalte Umschläge, wenn die Haut juckt.

Kälte soll antientzündliche Prozesse fördern, indem sie die Ausschüttung von körpereigenem Kortison hervorruft, das Entzündungen entgegenwirkt. Dies wird bei der Kältetherapie genutzt, bei der Psoriasis-Patienten in einer Therapiekammer bei –110 °C stehen.

Die Kältetherapie findet meistens in einer Klinik statt. Die eigentliche Behandlung nimmt nur wenige Minuten Zeit in Anspruch, da der Körper bei einer Temperatur von -110 °C schnell auskühlt. Für die Therapie müssen die Patienten Badekleidung mitbringen sowie dicke Socken und Schuhe. Außerdem erhalten die Patienten einen Schutz für Mund und Ohren, Handschuhe müssen sie ebenfalls tragen, genau wie einen Schal.

Zunächst wird der Körper in einer Vorkammer abgekühlt, die mit –60 °C weniger kalt ist als die eigentliche Kältekammer. Dieser Prozess dauert ca. eine halbe Minute. Im Anschluss wird der Patient z. B. durch Handzeichen in die eigentliche Kältekammer geleitet, wo er höchstens drei Minuten verweilt. Sitzen soll er in der Kältekammer nicht, sondern sich bewegen. Auf diese Weise wird die oberste Körperschicht heruntergekühlt, während die innere Körpertemperatur gleichbleibt.

Patienten, denen die Kälte sehr zu schaffen macht, können die Behandlung jederzeit abbrechen. Damit ihnen nichts passiert, stehen sie unter ständiger Beobachtung, während sie sich in der Kältekammer aufhalten. Patienten, die gerade einen Herzinfarkt hatten oder von einer koronaren Herzkrankheit betroffen sind, dürfen die Kältekammer nicht benutzen. Auch bei Angst vor engen Räumen ist die Behandlung in der Kältekammer nicht geeignet.

Wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit der Kryotherapie, wie die Kältebehandlung auch genannt wird, bei Psoriasis-Symptomen belegen, gibt es bislang kaum. Aus diesem Grund bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen eine Therapie in der Kältekammer in der Regel nur, wenn sie stationär – z. B. bei einer Krankenhausbehandlung oder während einer Rehamaßnahme – erfolgt.

Quelle: allergikus 4/2019

20.05.20