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Kinder mit Allergierisiko: Ernährungsempfehlungen zur Einführung von Beikost

Stillen ist in den ersten Lebensmonaten die beste Nahrung für Kinder mit einem Allergierisiko. Sollte Stillen nicht möglich sein, ist hypoallergene Säuglingsmilch (HA-Nahrung) die Alternative der Wahl, bei bereits bestehender Allergie hingegen ist das Füttern von Hydrolysatnahrungen angezeigt, bei denen das Milcheiweiß stark aufgespalten ist. Frühestens mit Beginn des fünften, spätestens mit Beginn des siebten Lebensmonats sollten Eltern damit beginnen, ihrem Kind auch feste Nahrung, die sog. Beikost, – zunächst als Brei – zu füttern.

Lebensmittel nach und nach hinzufügen

Bei Kindern mit erhöhtem Allergierisiko heißt es dabei, Schritt für Schritt vorzugehen und verschiedene Nahrungsmittel nacheinander einzuführen. Am sinnvollsten ist es, nicht gleich einen Brei aus mehreren Nahrungsmitteln, sondern aus nur einem Lebensmittel zu füttern. So lässt sich leicht feststellen, wie das Kind darauf reagiert.

Das bedeutet etwa, mit dem Füttern von einem Gemüsebrei (z. B. Karotte, Kürbis oder Blumenkohl) mit ein wenig Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl) zu beginnen. Verträgt das Kind den Brei, können nach einigen Tagen Kartoffeln hinzugefügt werden. Schließlich wird dem Brei aus Gemüse und Kartoffeln einige Tage später noch Fleisch hinzugefügt, sodass das Kind nun einen Gemüse-Kartoffeln-Fleischbrei erhält. Dabei bleibt es den ganzen ersten Monat lang, weitere Breie werden nicht eingeführt. Ob Eltern sich dafür entscheiden, den Brei fertig zu kaufen oder selbst zuzubereiten, bleibt ihnen überlassen. Fertig-Babybreie sind i. d. R. auf Schadstoffe kontrolliert und enthalten keine Zusätze. Der Vorteil an der eigenen Zubereitung: Eltern wissen ganz genau, in welcher Menge der Brei welche Zutaten enthält. Das Kind wird im ersten Beikostmonat auch noch weiter gestillt bzw. erhält zusätzlich seine Säuglingsnahrung.

Beikost ab dem zweiten Monat

Im zweiten Monat sollten Eltern neben dem Gemüse-Kartoffeln-Fleischbrei einen Vollmilch-Getreidebrei einführen. Auch hier gilt: Ob Eltern ihn selbst herstellen oder kaufen, ist ihnen überlassen. Hergestellt werden kann der Brei mit Kuhmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 % sowie Getreideflocken, z. B. Haferflocken. Im dritten Beikostmonat gibt es dann noch zusätzlich einen Brei aus Getreide und Obst. Verschiedene Obstsorten sollten bei allergiegefährdeten Kindern immer erst nacheinander eingeführt werden. Bewährt haben sich zunächst Breie aus Bananen, Äpfeln oder Pfirsichen, die mit Getreideflocken vermischt werden.

Wichtig für Eltern von Kindern mit Allergieneigung: Neueste Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass es nicht sinnvoll ist, dass die Kinder bestimmte Nahrungsmittel meiden – ganz im Gegenteil. Eltern wird daher empfohlen, Kindern auch z. B. Fisch und andere Lebensmittel zu geben, die u. U. Allergien auslösen können. Sollte das Kind empfindlich auf ein Nahrungsmittel reagieren, sollten Eltern mit dem Arzt darüber reden, wie sie weiter vorgehen sollten.

Quelle: allergikus 4/2017

26.03.18