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Krebstherapie – Die Beziehung zwischen Arzt und Patient

Bei einer Krebserkrankung hat man regelmäßigen Kontakt zu Ärzten – sei es im Krankenhaus oder in der Reha, bei Kontroll- und Nachsorgeuntersuchungen und natürlich besonders zu seinem behandelnden Onkologen. Eine gute Beziehung zwischen Arzt und Patient ist dabei nicht nur damit verbunden, dass die soziale Situation, in der man sich begegnet, angenehmer ist.

Gute Beziehung wichtig für Krankheitsverlauf

Studien zeigen: Wer seinem Arzt menschlich und fachlich vertraut, dem geht es oft auch körperlich besser. Dies zeigen Ergebnisse aus der Placebo-Forschung, so die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG). Dabei ist vor allem die Kommunikation des Arztes mit dem Patienten wesentlich – insbesondere eine empathische Haltung des Arztes scheint wichtig für das psychische Befinden des Patienten zu sein. Wenn Ärzte Empathie und Vertrauenswürdigkeit ausstrahlen, kommt das nicht nur der Beziehung, sondern auch der Therapie zugute, für die sich der Patient dann leichter und vertrauensvoller entscheiden kann. Beim sogenannten shared-decision-making treffen Arzt und Patient gemeinsam die Entscheidung für die richtige Therapie, so die Ärzte Zeitung. Wichtig hierfür ist auch, dass Arzt und Patient gemeinsam die Wünsche und Erwartungen des Patienten herausarbeiten.

Was Ärzte beachten sollten

Ärzte sollten daher darauf achten, sich verständlich und patientengerecht auszudrücken – und sich Zeit zu nehmen. Wenn der Patient das Gefühl hat, dass der Arzt unter Zeitdruck steht und stark gestresst ist, kann sich das negativ auf die Kommunikation auswirken. Wichtig für Ärzte ist es auch, sich auf Augenhöhe mit dem Patienten zu begeben – und nicht den Expertenstatus zu betonen, so das Deutsche Ärzteblatt. Wenn er dem Patienten eine schlechte Nachricht überbringen muss, sollte dies in Ruhe und nicht zwischen Tür und Angel geschehen.

Vorbereitung auf das Arztgespräch

Doch nicht nur der Arzt, sondern auch der Patient ist in dieser besonderen Beziehung gefordert. Bevor sie in das Gespräch mit dem Arzt gehen, sollten Menschen mit Krebs sich vorbereiten, so die DKG. Fragen kann man sich vorab am besten notieren, um nichts zu vergessen. Selbst recherchierte Informationen sollte man mitbringen, damit der Arzt sie richtig beurteilen kann. Wichtig ist es auch, dass man dem Arzt mitteilt, wenn man Zweifel hat oder sich unsicher ist. Gerade bei besonders wichtigen Gesprächen über die Diagnose oder die Therapieplanung nach Untersuchungen ist es hilfreich, nicht allein in das Arztgespräch zu gehen, sondern eine vertraute Person mitzunehmen, so die DKG. Vier Ohren hören mehr als zwei – und die Unterstützung tut ebenfalls gut.

Offene Kommunikation pflegen

Offenheit ist wichtig: Wenn man etwas nicht verstanden hat – besser nachfragen, als mit Fragen im Kopf aus dem Gespräch herauszugehen. Manchmal können Ärzte auch nicht einschätzen, wie viele Informationen Patienten haben möchten – und zu welchem Zeitpunkt – auch dies kann man seinem Arzt mitteilen, sodass er besser auf die Bedürfnisse des Patienten eingehen kann, so die DKG.

Trotz aller guten Vorsätze auf beiden Seiten: Nicht immer läuft es in der Beziehung zwischen Arzt und Patient rund. Die DKG rät auch in diesem Fall zu Offenheit und Ehrlichkeit: Patienten sollten offen ansprechen, wenn sie sich falsch verstanden oder durch das Verhalten des Arztes vor den Kopf gestoßen fühlen.

Quelle: Befund Krebs 1/2019

02.07.19