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Lungenkrebs und COPD

Viele von COPD Betroffene erkranken im Laufe ihrer Krankheit auch an Lungenkrebs. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben Faktoren ermittelt, die auf ein besonders hohes Risiko hindeuten, bei COPD an Lungenkrebs zu erkranken.

So sind vor allem COPD-Betroffene mit mittelschwerer COPD gefährdet, die älter als 60 Jahre sind. Auch ein Body-Mass-Index unter 25 ist mit Lungenkrebs assoziiert, genauso ein bereits bestehendes Lungenemphysem. Viele COPD-Patienten sind (ehemalige) Raucher. Auch die Zeit, die eine Person geraucht hat, erhöht das Risiko für Lungenkrebs. Eine Studie spricht von einer gesteigerten Gefahr für Lungenkrebs bei einer Rauchdauer von 60 Packungsjahren. Ein Packungsjahr entspricht dabei einem Jahr, in dem pro Tag eine Schachtel Zigaretten à 20 Stück geraucht wurde. Für einen Raucher, der täglich die doppelte Menge an Zigaretten konsumiert hat, entspricht ein Jahr demnach zwei Packungsjahren. Auch Exazerbationen, so eine Studie, erhöhen das Lungenkrebsrisiko.

Warnzeichen

Je mehr der genannten Risikofaktoren für Lungenkrebs auf den einzelnen COPD-Patienten zutreffen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken. Aus diesem Grund sollten COPD-Patienten sich regelmäßig auf Lungenkrebs untersuchen lassen. Denn verursacht der Krebs erstmals Symptome, ist die Krankheit oft schon fortgeschritten und schwerer zu behandeln. Vor allem aber ist es für COPD-Betroffene schwieriger, Warnzeichen für Lungenkrebs zu erkennen, da der Krebs ähnliche Beschwerden verursacht wie COPD. So kann häufiges Husten oder eine Verschlimmerung des Hustens ein Indiz für Lungenkrebs sein, genauso verstärkt auftretender Auswurf. Atemnot tritt bei Lungenkrebs ebenfalls oft auf, ist jedoch auch ein Kennzeichen für COPD. Blut im Auswurf sollten Patienten immer ernstnehmen, genauso einen größeren Gewichtsverlust, ständige Abgeschlagenheit, Müdigkeit sowie Fieber und Schmerzen.

Schnelle Behandlung überlebenswichtig

Bei allen Verschlechterungen der COPD, die nicht durch einen Infekt ausgelöst sind, sollten COPD-Patienten hellhörig werden und an die Möglichkeit denken, dass Lungenkrebs der Auslöser sein könnte. Denn je eher eine Therapie eingeleitet werden kann, umso besser sind die Heilungs- und damit auch die Überlebenschancen bei Lungenkrebs.

Quelle: allergikus 3/2018

13.03.19

Folge- und Begleiterkrankungen