- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Stoffwechselerkrankungen - Diabetes mellitus - Ich habe Diabetes - Männergesundheit: Wenn sich die Seele auf die Potenz auswirkt

Männergesundheit: Wenn sich die Seele auf die Potenz auswirkt

Viele Männer im fortgeschrittenem Alter, die an Diabetes erkrankt sind, haben Probleme mit der Erektionsfähigkeit. Häufig stecken körperliche Ursachen dahinter, wie Neuropathien, die Einnahme von bestimmten Medikamenten, ein zu hoher Blutzuckerspiegel, aber auch Hormonschwankungen, wie ein zu niedriger Testosteronspiegel, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie der Deutsche Diabetes Gesellschaft.

Psyche hat großen Einfluss

Doch auch die Psyche hat einen großen Einfluss auf die Sexualität: Stress, Probleme in der Partnerschaft oder im Beruf oder auch die Angst, dass man im Bett versagen könnte, was wiederum zu zusätzlichem Leistungsdruck führt – all diese Faktoren können bei Impotenz eine Rolle spielen. Laut Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie sind seelische Probleme bei rund der Hälfte der männlichen Diabetespatienten mit Erektionsstörungen ein wichtiger Punkt. Besonders, wenn Erektionsprobleme eher plötzlich eingetreten sind und nicht ständig, sondern nur in bestimmten Situationen auftreten bzw. man weiterhin Erektionen in der Nacht oder am Morgen hat, gibt das Hinweise auf den Einfluss der Psyche. Oft ist es die Kombination aus körperlichen und seelischen Ursachen, die bei Erektionsstörungen zusammenkommen.

Offenheit in der Partnerschaft

Daher ist es wichtig, dass Männer mit Erektionsstörungen, die auch psychische Probleme haben und beispielsweise unter Versagensangst leiden, mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner offen umgehen. Offene Gespräche, in denen das Paar seine Gefühle miteinander teilt, über Ängste und Erwartungen miteinander spricht, können helfen, Ängste abzubauen und Druck zu nehmen. Unter Umständen gibt es auch andere sexuelle Vorlieben, die beiden Partnern Lust und gleichermaßen Intimität verschaffen können.

Medikamente und Hilfsmittel

Um die Erektionsfähigkeit wiederherzustellen oder zu fördern, gibt es zudem verschiedene Hilfsmittel und Methoden: Medikamente, wie die sog. PDE-5-Hemmer oder den Wirkstoff Alprostadil, oder Hilfsmittel, wie Vakuum-Erektionssysteme für den Penis, die mit einer Vakuumpumpe und sog. Penisringen arbeiten. Testosteronmangel als Ursache lässt sich durch eine Hormontherapie beheben. Auch eine gute Blutzuckereinstellung ist von großer Bedeutung.

Quelle: Befund Diabetes 3/2018

09.01.19