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Diagnose einer Makuladegeneration

Symptome einer Makuladegeneration

Für eine Makuladegeneration gibt es einige typische Symptome. Die Betroffenen klagen z. B. über Schwierigkeiten beim Lesen. Geschriebenes erscheint ihnen verschwommen und ist nicht mehr deutlich zu erkennen. Mit fortschreitender Makuladegeneration wird auch der Mittelpunkt des Gesichtsfelds unklar oder erscheint als leere oder schwarze Fläche. Das Paradoxe bei einer Makuladegeneration besteht darin, dass genau der Punkt, den die Betroffenen mit dem Blick fixieren, verzerrt dargestellt wird oder als leere Fläche erscheint. So kann der Patient zwar sein Gegenüber in einem Gespräch sehen, doch seine Gesichtszüge erkennt er nicht. Beim Blick auf eine Uhr sieht der Betroffene die Uhr und ihr Umfeld, doch die Uhrzeit, die sich im Mittelpunkt seines Gesichtsfelds befindet, kann er nicht ablesen.

Ein weiteres Anzeichen für eine Makuladegeneration ist, dass die Betroffenen eine regelmäßige Gitterstruktur, wie sie beispielsweise auf einem Blatt kariertem Papier zu sehen ist, verschwommen sehen und die Linien verkrümmt wahrnehmen. Auf diesem Phänomen, gerade Linien als verkrümmt wahrzunehmen, beruht ein einfacher Test, den jeder von Zeit zu Zeit selbst durchführen kann. Der sogenannte Amsler-Gitter-Test ist ein Standardtest zur Diagnose einer Makuladegeneration und besteht aus einem einfachen Karo-Gitter. Der an einer Makuladegeneration erkrankte Patient schaut zunächst mit dem einen, dann mit dem anderen Auge ins Zentrum der Darstellung. Falls die Linien verschwommen oder gekrümmt erscheinen, die Quadrate nicht gleich groß erscheinen, nicht alle vier Ecken des Gitters erkennbar sind oder leere Stellen vorhanden sind, könnte es sich um Anzeichen für eine Makuladegeneration handeln.

Untersuchungsmethoden bei einer Makuladegeneration

Während der Anamnese wird der Augenarzt nach einer möglichen familiären Veranlagung (Disposition) für eine Makuladegeneration fragen. Zunächst wird der Augenarzt neben einem Amsler-Gitter-Test anhand einfacher Sehproben-Tafeln die derzeitige Sehschärfe feststellen und durch Korrekturgläser optimieren. Da es sich bei einer Makuladegeneration um eine Veränderung der Gewebestruktur der Makula handelt, untersucht der Augenarzt im nächsten Schritt den Augenhintergrund. Für diese Diagnose-Methode einer Makuladegeneration bekommt der Patient vor der eigentlichen Untersuchung Augentropfen verabreicht, die die Pupille weiten, sodass der Augenarzt die Netzhaut mithilfe einer Lupe betrachten kann. So kann der erfahrene Arzt schon im Frühstadium für eine Makuladegeneration typische Veränderungen in der Netzhaut und am Sehnervenkopf erkennen.

Diagnose einer Makuladegeneration: Fluoreszenzangiografie

Ein weiterer Schritt bei der Diagnose einer Makuladegeneration ist die sogenannte Fluoreszenzangiografie (FAG). In mehreren Schritten wird die Netzhaut unter wechselnden Beleuchtungsbedingungen fotografiert. Zunächst bei normalem Licht, dann in einem Lichtspektrum, dem der Rotanteil fehlt, dann wird die Lichtsituation mit speziellen Filtern weiter modifiziert. Im Anschluss daran erhält der Patient für diese Diagnose-Untersuchung ein Kontrastmittel in die Vene gespritzt, dass innerhalb von kurzer Zeit die Blutgefäße im Auge erreicht. Es folgen weitere Aufnahmen in festgelegten Zeitabständen und unter variierenden Lichtverhältnissen. Anhand der bei dieser Diagnose-Methode entstandenen Aufnahmen kann der Augenarzt das Stadium der Makuladegeneration feststellen.

Diagnose einer Makuladegeneration: Optische Kohärenztomografie (OCT)

Eine weitere, die Diagnose Makuladegeneration bekräftigende, Untersuchungsmethode ist die optische Kohärenztomografie (OCT). Dabei handelt es sich um eine Diagnose mittels eines Lasermikroskops. Ein Laser mit infrarotem Licht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt den Augenhintergrund, der für die Diagnose einer Makuladegeneration von besonderem Interesse ist. Mit dem reflektierten Licht wird ein Bild der Netzhaut und im Speziellen der Makula erzeugt.

Aus den so gewonnenen Daten werden im Computer Schichtbilder des Auges erstellt, die den Grad der Makuladegeneration diagnostizieren lassen. Der Augenarzt kann auf den entstandenen Aufnahmen exakte Information über den Zustand der Makula herauslesen. Es werden Unregelmäßigkeiten wie Verdickungen, Löcher oder Wölbungen, die beispielsweise durch die als Drusen bezeichneten Ablagerungen hervorgerufen werden, sichtbar und eine regelmäßige Überprüfung der gewonnenen Werte liefert für den Arzt wertvolle Erkenntnisse über den Verlauf der Makuladegeneration.

Weitere ergänzende Untersuchungen bei Makuladegeneration

Je nach Ergebnis der vorherigen Diagnose-Methoden wird der Arzt eventuell weitere, ergänzende Untersuchungen anordnen, um das jeweilige Stadium der Makuladegeneration einzugrenzen. Dazu gehören beispielsweise eine Perimetrie genannte Untersuchung des Gesichtsfelds, eine Retina-Tomographie (HRT), in deren Verlauf eine Diagnose über den Zustand des Sehnervenkopfes verfeinert werden kann, oder eine Pachymetrie, deren Ergebnis dem Arzt eine Aussage über die Dicke der Hornhaut ermöglicht, die durch die für eine Makuladegeneration typischen Drusenablagerungen recht unterschiedlich sein kann.

Pia-Susan Berger-Bügel

15.02.13

Diagnose

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