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MS: Hilfe bei der Suche nach einer Selbsthilfegruppe

An MS Erkrankte haben meist viele Fragen, die nicht alle im Gespräch mit dem medizinischen Fachpersonal beantwortet werden können. In solchen Fällen ist eine Selbsthilfegruppe eine gute Anlaufstation. Dort finden Betroffene Unterstützung, erhalten Tipps zu Therapien, zur Ärztesuche, zu beruflichen Problemen oder zur Freizeitgestaltung und finden gleichzeitig Menschen, denen es ähnlich geht wie ihnen. Doch wie findet man als Betroffener eine Selbsthilfegruppe für MS?

Erste Anlaufstelle für die Suche nach einer Selbsthilfegruppe ist für die meisten MS-Patienten das Internet. Die Websites der DMSG-Landesverbände listen zahlreiche Selbsthilfegruppen und Kontaktkreise mit den jeweiligen Ansprechpartnern auf. Doch nicht alle Selbsthilfegruppen wollen mit einer Adresse im Internet stehen. Daher kann es in jedem Fall sinnvoll sein, beim jeweiligen DMSG-Landesverband anzurufen und zu fragen, ob es eine Selbsthilfegruppe in der Nähe gibt.

Kliniken und Wohlfahrtsorganisationen

Ist die nächste von der DMSG unterstützte Selbsthilfegruppe zu weit entfernt, kann es sich lohnen, bei den örtlichen Wohlfahrtsorganisationen anzurufen. Unter der Schirmherrschaft vieler dieser Organisationen haben sich ebenfalls Selbsthilfegruppen zu den verschiedensten Themen zusammengeschlossen, möglicherweise findet sich hier auch eine Selbsthilfegruppe zum Thema MS oder zu neurologischen Erkrankungen.

Auch Kliniken, die auf die Behandlung von MS spezialisiert sind, verfügen häufig über Kontaktdaten von Selbsthilfegruppen, in denen sich Menschen mit MS treffen. Sollte dies nicht der Fall sein, lässt sich dort in vielen Fällen eine Anlaufstelle erfragen, die über Kontaktdaten von Selbsthilfegruppen verfügt.

Die Gründung einer Gruppe

Falls keine Selbsthilfegruppe in der Nähe zu finden ist, gibt es auch die Möglichkeit, selbst eine solche Gruppe zu gründen. Hilfestellungen geben hierbei z. B. die Landesverbände der DMSG oder die Wohltätigkeitsorganisationen vor Ort. Denn bei der Gründung einer solchen Gruppe gibt es einiges zu beachten. So muss zunächst ein Raum für die Gruppentreffen gefunden werden, der möglichst keine (oder nur eine geringe) Miete kostet. Auch hier helfen die DMSG und die Wohlfahrtsorganisationen.

Des Weiteren ist es sinnvoll, die Selbsthilfegruppe über örtliche Medien bekanntzumachen und bei der DMSG listen zu lassen, damit sie gefunden werden kann. Auch sollten Selbsthilfegruppenleiter Krankenkassen ansprechen, denn diese unterstützen Selbsthilfegruppen mit kleinen Geldbeträgen.

Für die ersten Gruppentreffen sollten bereits Themen gesucht werden, damit das Gespräch sich nicht ausschließlich um individuelle Probleme dreht. Denn dann kommen zurückhaltende Gruppenmitglieder unter Umständen nicht ausreichend zu Wort. Oder der Gruppenleiter legt im Vorfeld fest, wie lange jedes Gruppenmitglied über seine persönlichen Probleme reden kann. Der Austausch über diese Probleme sollte unter Umständen ebenfalls zeitlich geregelt werden, damit jedes Gruppenmitglied sein Anliegen darstellen kann. Auch gemeinsame Aktivitäten lassen sich nach Gründung einer Selbsthilfegruppe planen.

Quelle: Befund MS 1/2020

30.07.20