- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Krebs - Krebs allgemein - Mythen bei Krebs

Mythen bei Krebs

Rund um das Thema Krebs sind viele Mythen im Umlauf. Viele Menschen haben große Angst, an Krebs zu erkranken – über die eigene Erkrankung oder die eines nahen Angehörigen zu sprechen, gilt jedoch nach wie vor als Tabuthema. Auf der anderen Seite halten sich in den Köpfen vieler Menschen Halbwissen oder Unwahrheiten zum Thema Krebs. Doch was sind die gängigen Krebsmythen – und was ist wirklich dran?

Krebs und Persönlichkeit

Dass Menschen mit einer bestimmten Persönlichkeit eher Krebs bekommen als andere, ist nach wie vor in vielen Köpfen. Dieses Denken ist jedoch gefährlich, impliziert es doch, dass der Betroffene selbst schuld an seiner Erkrankung wäre und diese nicht bekommen hätte, wenn er beispielsweise in der Vergangenheit ein positiverer Mensch gewesen wäre. Der Krebsinformationsdienst betont: Einen wissenschaftlich bewiesenen klaren Zusammenhang zwischen einer Krebspersönlichkeit oder -psyche gibt es nicht. Für Pauschalaussagen wie „Stress macht Krebs“ oder „Depression, Ärger und Konflikte führen zu Krebs“ gibt es keine wissenschaftliche Grundlage.

Einen indirekten Zusammenhang zwischen Psyche und Krankheit gibt es derweil schon – und der hängt mit der konkreten Lebensweise zusammen: Wer viel Stress hat und dann zu Alkohol und Zigaretten greift, erhöht so sein persönliches Risiko. Depressionen können wiederum zu Antriebslosigkeit führen, sodass Menschen die Krebsfrüherkennung nicht wahrnehmen oder Signale des Körpers ignorieren.

Krebs ist ansteckend

Auch diesem Mythos muss mit einem klaren „falsch“ begegnet werden: Man kann sich nicht bei Menschen mit Krebs anstecken, auch nicht bei intensivem körperlichen Kontakt wie sexuellen Kontakten, so der Krebsinformationsdienst. Sogar Tumorzellen in einer Bluttransfusion von einem Menschen mit Krebs, der nichts von seiner Erkrankung weiß, würden nach heutigem Wissensstand von unserem Immunsystem bekämpft und eliminiert werden. Zwar weiß man heutzutage auch von sogenannten Krebsviren – aber dies betrifft nur einen kleinen Teil der verschiedenen Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs. Die häufigsten Krebsarten sind indes Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs oder Lungenkrebs – und diese entstehen nach dem Stand der Forschung nicht durch Viren.

Die richtige oder falsche Ernährung bei Krebs

Welche Lebensmittel helfen bei Krebs? Oder gibt es Nahrungsmittel, die Krebs direkt auslösen können? Eine Krebsdiät gibt es nicht. Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes gibt es zwar Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Tomaten, die schwach giftige, aber nicht krebserregende Stoffe produzieren. Diese verschwinden jedoch bei der Reifung bzw. beim Kochen oder verringern sich stark und stellen kein Gesundheitsrisiko dar. Natürlich ist es sinnvoll, auf eine gesunde und vollwertige Ernährung zu achten, sowohl allgemein als auch bei einer Krebserkrankung. Risikofaktoren für einige Krebsarten sind beispielsweise hoher Alkoholkonsum, rotes oder verarbeitetes Fleisch sowie wenig Obst und Gemüse, da eine solche Ernährungsweise zu fett und zu süß ist.

Kein Zucker bei Krebs

Zum Thema Ernährung gehört ebenso der Zusammenhang zwischen Krebs und Zucker, da es heißt, dass sich die Tumorzellen sozusagen von Zucker und Kohlenhydraten, wie sie in Brot, Nudeln oder Kartoffeln enthalten sind, ernähren. Laut Krebsinformationsdienst ist die Frage, ob man auf diese Weise den Tumor „füttert“, nicht geklärt. Die Datenlage könne hierauf keine allgemeingültige Antwort für Menschen mit Krebs geben.

Quelle: Befund Krebs 1/2019

17.06.19

Mythen