- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Infektionskrankheiten - Nagelpilz - Therapie - Nagelpilz richtig behandeln

Nagelpilz richtig behandeln

Ist die Nagelplatte verfärbt und brüchig kann eine Pilzerkrankung dahinter stecken. Betroffene können sich in der Sauna, im Schwimmbad oder in der Umkleidekabine infizieren. Auch Leihschuhe, etwa auf einer Bowlingbahn, können den Erreger – einen Fadenpilz – enthalten. Besonders häufig wird die Erkrankung unter Familienmitgliedern übertragen.

Auch wenn die Pilzerkrankung auf Finger- und Fußnägeln zunächst einmal keine großen Beschwerden verursacht, ist eine Behandlung unbedingt erforderlich. Denn: Von allein heilt Nagelpilz grundsätzlich nicht aus. Zudem werden Nägel immer dicker und bröckeliger, bleibende Schäden können entstehen. Schlimmstenfalls werden die Nagelzellen vom Pilz komplett zerstört und der Nagel löst sich ab.

Um dies zu verhindern, eignet sich eine lokale Behandlung mit Antipilzmitteln (Antimykotika), die i. d. R. in Tinkturen, Gelen, Cremes oder medizinischem Nagellack enthalten sind. Auch Nagelpflaster sind zur Behandlung geeignet. Vor der Behandlung sollten die Nägel so weit wie möglich abgeschliffen werden.

Behandlung dauert mehrere Monate

Die Produkte sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und müssen über einen längeren Zeitraum verwendet werden. Denn bis der Pilz vollständig verschwunden ist, können einige Monate vergehen. Deshalb ist bei der Behandlung Geduld gefragt, vor allem dann, wenn Betroffene ein Wiederauftreten verhindern wollen. Wird die Behandlung zu früh beendet, kann der Pilz sich leicht wieder ausbreiten.

Trotz einer möglichen Selbstbehandlung kann der Gang zum Dermatologen sinnvoll sein. Vor allem dann, wenn größere Bereiche des Nagels betroffen sind, was eine medikamentöse Therapie erforderlich machen kann. Außerdem kann der Arzt andere mögliche Erkrankungen ausschließen.

Zusätzlich zur Behandlung sollte Wäsche, die mit den infizierten Nägeln in Kontakt gekommen ist, so heiß wie möglich, u. U. unter Zugabe eines Hygiene-Wäschespülers, gewaschen werden. Dazu gehören z. B. Socken und Handtücher.

Quelle: Patient und Haut 1/2018

22.08.18