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Im Notfall hilft der Europäische Notfallausweis

Der Europäische Notfallausweis enthält alle wichtigen Informationen zu Vorerkrankungen oder Allergien und kann so bei einem Notfall zum Lebensretter werden.

Nach einem Unfall oder bei einem Notfall ist schnelle medizinische Hilfe wichtig. Ist der Betroffene jedoch nicht ansprechbar, kann er die Rettungskräfte oder Notärzte nicht über mögliche Vorerkrankungen, die Einnahme von Medikamenten oder Allergien informieren. Genau diese Informationen, die manchmal sogar lebenswichtig sein können, enthält der Europäische Notfallausweis.

Der Europäische Notfallausweis ist ein Dokument, das aus 12 Seiten besteht. Damit er im Notfall von den Rettungskräften und Notärzten auch als Notfallausweis erkannt wird und die benötigten Daten auch gefunden werden, sind Erscheinungsbild und die Informationen einheitlich gestaltet. Enthalten sind folgende Daten:

  • Persönliche Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse)
  • Lichtbild (für die Identifikation wichtig)
  • Informationen zu der Blutgruppe, den Schutzimpfungen, chronischen Erkrankungen, Medikamenten (Name und Dosierung) und Allergien
  • Kontaktdaten von den Personen, die im Notfall zu verständigen sind

Der Europäische Notfallausweis ist in neun Sprachen verfasst und kann dadurch auch bei Notfällen im Ausland eingesetzt werden. Damit man ihn auch bei Notfällen immer griffbereit hat, empfiehlt es sich, diesen in der Brieftasche mitzuführen. Erhältlich ist das Dokument in vielen Apotheken, beim Hausarzt oder beim Bundesanzeiger Verlag.

Andere Notfallausweise

Neben dem Europäischen Notfallausweis gibt es eine Reihe weiterer Modelle des Notfallpasses. Erhältlich sind diese beispielsweise bei der Deutschen Herzstiftung oder den Krankenkassen. Die Notfallpässe sind oftmals zweisprachig (Deutsch und Englisch) verfasst. Diese werden von den Anbietern entweder zugeschickt oder Interessierte können sich die Vorlagen aus dem Internet ausdrucken und selber ausfüllen. Wer dies nicht möchte, kann sich auch seinen eigenen Notfallpass am Computer oder handschriftlich zusammenstellen. Wer sich für so einen Notfallausweis entscheidet, muss zudem regelmäßig die angegebenen Daten überprüfen und ggf. aktualisieren.

Notfalldaten können auch als ICE-Daten („in case of emergency“) auf dem Handy bzw. Smartphone gespeichert werden. Im Ausland soll dies die Rettungskräfte schnell zur gewünschten Kontaktperson leiten. Alternativ können auch aussagekräftige Zusätze zu den Namen im Adressbuch eingefügt werden wie z. B. Tochter, Mutter. Die Sperrfunktion des Handys bzw. des Smartphones verhindert jedoch i. d. R. den Zugriff auf die gespeicherten Daten. Besser sind Notfall-Apps, in denen Kontakt- und Gesundheitsdaten eingegeben und auch im Sperrzustand abgerufen werden können.

Quelle: COPD und Asthma 2/2018

08.01.19