- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Krebs - Krebs allgemein - Therapie - Original, Generikum oder Biosimilar – was steckt dahinter?

Original, Generikum oder Biosimilar – was steckt dahinter?

Wenn ein Pharmaunternehmen ein Medikament entwickelt, benötigt es bis zur Marktreife jahrelange Forschung. Dieser Prozess kostet viel Geld. Dafür erhalten die Hersteller aber die Zusicherung, das Medikament hinterher exklusiv vermarkten zu können. Der Patentschutz für ein Medikament kann maximal 20 Jahre betragen.

Generikum statt Original

Läuft der Patentschutz aus, können auch andere Hersteller Medikamente verkaufen, die den gleichen Wirkstoff enthalten und dabei auf vorhandene Studien zurückgreifen – was den Arzneimittelmarkt belebt und die Kosten senkt. Diese Produkte werden Generika genannt. Wichtig für die Zulassung ist der Nachweis, dass das Original und das nachgebaute Medikamente gleichwertig sind. Dies kann durch bestimmte Studien, wie den sogenannten Bioäquivalenzstudien, erfolgen. Diese sollen den Beweis erbringen, dass die Wirkstoffe im Generikum in gleicher Menge und Geschwindigkeit für den Körper bereitstehen wie beim Originalmedikament. Generika machen laut Stiftung Warentest inzwischen mehr als 75 % aller verordneten Medikamente in Deutschland aus. In der Regel ist es unproblematisch, statt des Originalmedikaments ein Generikum bzw. verschiedene Generika mit gleichem Wirkstoff einzunehmen.

Biosimilars im Bereich der Biologika

Sogenannte Biologika sind eine ganz bestimmte Wirkstoffklasse in der Pharmazie. Biologika sind in Bioreaktoren hergestellte Eiweißstoffe von meist gentechnisch veränderten Zellen. Wenn diese Medikamente ihren Patentschutz verlieren, können andere Hersteller ähnliche Medikamente auf den Markt bringen. Das sind sogenannte Biosimilars.

Biologika lassen sich durch ihre chemische Beschaffenheit sowie durch Produktionsgeheimnisse der Originalhersteller allerdings nicht so einfach „kopieren“, wie das bei Generika der Fall ist. Daher spricht man auch von Biosimilars (similär = ähnlich), d. h., sie sind den Originalmedikamenten ähnlich, aber sind nicht exakt gleich. Aus diesem Grund müssen sie auch vor der Zulassung in eigenen Studien getestet werden. Zudem gilt die Empfehlung, einen Wechsel vom Originalmedikament auf ein Biosmiliar engmaschig zu überwachen.

Quelle: Befund Krebs 5/2018

14.02.19