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Plan Baby bei MS – ein Service der DMSG

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) hat das Serviceangebot „Plan Baby bei MS“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Hilfestellung für Paare, von denen ein Partner an MS erkrankt ist und die sich ein Kind wünschen. „Plan Baby bei MS“ hat zum Ziel, dass sich möglichst viele Menschen mit MS ihren Kinderwunsch erfüllen können.

Für die betroffenen Paare stehen bei den 16 DMSG-Landesverbänden qualifizierte Beraterinnen bereit, die ihnen in der Beratungsstelle oder telefonisch alle Fragen rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Stillzeit und die ersten Monate mit dem Baby beantworten sowie sie auf Wunsch psychosozial beraten. Denn Betroffene haben oft viele Fragen, die beim Gynäkologen häufig zu kurz kommen bzw. die dieser nicht beantworten kann, weil er sich zu wenig mit MS auskennt. Die häufigsten Fragen und Antworten rund um das Thema „Kinderwunsch bei MS“ finden sich bereits auf der Internetseite.

Vernetzung mit dem DMSKW

„Plan Baby bei MS“ arbeitet eng mit dem Deutschen Multiple Sklerose Kinderwunsch Register (DMSKW) zusammen, das die Daten von Frauen mit MS sammelt, die sich ein Kind wünschen oder schwanger sind; vorausgesetzt, sie haben sich dort als Teilnehmerinnen registrieren lassen. Anhand dieser Daten lässt sich feststellen, ob und wie eine Schwangerschaft die MS beeinflusst und umgekehrt. Denn in der Schwangerschaft ist die Einnahme der meisten verlaufsmodifizierenden MS-Medikamente kontraindiziert. Sollte die Einnahme aufgrund einer starken Krankheitsaktivität doch notwendig sein, müssen Schwangere und Arzt Nutzen und Risiken der Medikamentengabe gegeneinander abwägen. Das DMSKW hilft durch seine Befragungen u. a. dabei, herauszufinden, welche Medikamente in der Schwangerschaft mit dem geringen Risiko für Mutter und Kind genommen werden können.

Vernetzung mit Ärzten

Auch mit MS-Zentren und MS-Schwerpunktpraxen sind „Plan Baby bei MS“ und seine Beraterinnen vernetzt, um jederzeit auf die neuesten Informationen rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft und Elternzeit zurückgreifen, die Betroffenen auf dem aktuellen medizinischen Stand beraten und auch Antworten auf schwierige oder seltene Fragen geben zu können. Noch dazu setzt sich die DMSG mit diesem Projekt auch in der Öffentlichkeit und bei politischen Entscheidungsträgern für die Belange von MS-Erkrankten mit Kinderwunsch ein. Zugleich initiiert und fördert die DMSG Forschungsprojekte rund um Schwangerschaft und Kinderwunsch. Denn die meisten MS-Erkrankten sind Frauen, die die Diagnose i. d. R. im Alter zwischen 20 und 40 Jahren erhalten – genau im Zeitraum der Familiengründung.

Austausch von Betroffenen

„Plan Baby bei MS“ bietet des Weiteren ein Internet-Forum, in dem sich Betroffene anonym über alle Fragen zu Schwangerschaft mit MS austauschen können. Der Austausch mit gleichfalls Betroffenen hilft zudem vielen Frauen mit MS, die sich ein Kind wünschen oder schwanger sind. Denn gesunde Schwangere verstehen die Schwierigkeiten, die Frauen mit MS haben, nicht so gut wie andere an MS Betroffene. Nicht selten entwickeln sich über solche Foren Freundschaften, die über die Schwangerschaft hinaus Bestand haben.

Quelle: Befund MS 2/2018

28.01.19