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Therapie von Regelschmerzen

Ist die Diagnose zur Ursache von Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) bei Mädchen und Frauen gestellt, kann mit der Therapie der Regelschmerzen begonnen werden. Die beiden wichtigsten Ansatzpunkte zur Therapie von Primären Regelschmerzen (Primäre Dysmenorrhoe) sind eine Schmerztherapie und eine Verordnung eines hormonalen Kontrazeptivums, besonders der Antibabypille. Bei Sekundären Regelschmerzen (Sekundäre Dysmenorrhoe) können sowohl eine Therapie mit Medikamenten – zumeist Hormonpräparate – als auch ein operativer Eingriff notwendig sein.

Medikamente gegen Regelschmerzen

Bei Primären Regelschmerzen kommen vor allem die nichtsteroidalen Entzündungshemmer bzw. Antirheumatika (NSAR) zum Einsatz. Nichtsteroidal bedeutet, dass diese Medikamente nicht auf Kortison-Basis hergestellt werden. Kortison zählt chemisch zu den sogenannten Steroiden. NSAR blockieren die Herstellung der für die Regelschmerzen verantwortlichen Botenstoffe, der Prostaglandine. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel die Wirkstoffe Ibuprofen, Diclofenac. Auch Paracetamol kann lindernd bei Regelschmerzen wirken.

Hormone gegen Regelschmerzen

Wenn neben der Minderung von Regelschmerzen gleichzeitig eine Schwangerschaft verhütet werden soll, kann die Verordnung einer Antibabypille ein Mittel zur Therapie Primärer Regelschmerzen sein. Diese enthält eine bestimmte Kombination der Hormone Östrogen und Progesteron. Das künstliche Progesteron bewirkt, dass weniger Prostaglandine im weiblichen Körper hergestellt werden und kann so die Regelschmerzen lindern. Dabei zeigt allerdings nicht jedes Präparat bei allen Mädchen und Frauen die gewünschte Wirkung in der Therapie von Regelschmerzen.

Hausmittel gegen Regelschmerzen

Neben rezeptfreien Medikamenten und verschreibungspflichtigen Kontrazeptiva (Verhütungsmittel) wie der Pille, können auch einige Hausmittel in der Therapie bei Primären Regelschmerzen ggf. eingesetzt werden. Da Regelschmerzen auch auf Verkrampfungen beruhen können, entspannt Wärme und Bewegung meist die Muskulatur. So kann beispielsweise der Einsatz einer Wärmflasche, ein warmes Bad oder ein Saunabesuch zur Linderung der Regelschmerzen beitragen. Auch ein Körnerkissen oder eine Fangopackung auf dem Bauch können dazu beitragen, die Krämpfe in der Gebärmutter zu lösen und damit die Regelschmerzen zu lindern.

Gesunde Ernährung bei Regelschmerzen

Daneben können die Einnahme von Magnesiumtabletten oder der Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Magnesiumgehalt – z. B. Nüsse, getrocknete Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Vollkornreis – u. U. gegen Muskelkrämpfe und damit auch gegen Regelschmerzen hilfreich sein. Die gleiche Wirkung wird einigen pflanzlichen Präparaten zugeschrieben. So können u. U. Extrakte in Form von Tees, Kapseln oder Tropfen aus Mönchspfeffer, Johanniskraut, Melisse, Frauenkraut, Gänsefingerkraut, Schafgarbenkraut, Traubensilberkerze, Nachtkerzenöl, Brennnessel und Kamillenteeblüten ebenfalls eventuell lindernd bei Regelschmerzen sein.

Mögliche alternative Methoden gegen Regelschmerzen

Darüber hinaus können ggf. alternative Verfahren bei der Therapie von Regelschmerzen eingesetzt werden, z. B. Akupressur. Auch Akupunktur könnte eine mögliche Therapieoption sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Akupunktur zur Anwendung bei den unterschiedlichsten Schmerzzuständen – auch bei Regelschmerzen. In den Fällen, in denen die Regelschmerzen möglicherweise durch Stress ausgelöst werden, können u. U. Autogenes Training oder ggf. Yoga zu einer Entspannung beitragen.

Bewegung gegen Regelschmerzen

Auch Sport bzw. Bewegung können eventuell zur Therapie und zur Prävention von Regelschmerzen beitragen. Beim Sport wird das Becken besser durchblutet und Verkrampfungen können sich lösen. Die Sportarten Fahrradfahren und Walking eignen sich meist bei Regelschmerzen besonders gut.

Wohlfühltipps bei Regelschmerzen

Außerdem können Mediziner ihren unter Regelschmerzen leidenden Patientinnen neben der Therapie noch eine Reihe Wohlfühltipps bei Regelschmerzen mit auf den Weg geben: Dazu zählen die Vermeidung von Stress, der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee und Cola, der Verzicht auf Nikotin und Alkohol, die Empfehlung des Genusses warmer Getränke.

Regelschmerzen durch Sekundäre Dysmenorrhoe

Sollte eine Sekundäre Dysmenorrhoe vorliegen, d. h. sind die Regelschmerzen auf eine organische Erkrankung (Endometriose, Zysten, Myome usw.) zurückzuführen, sollte diese therapiert werden. In manchen Fällen ist dazu ein operativer Eingriff notwendig.

Andrea Kristian

19.07.12

Therapie

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