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Reha bei urologischen Tumoren

Menschen mit urologischen Tumoren wie Prostata- oder Blasenkrebs haben im Anschluss oder im Verlauf der Therapie oft mit Folgen wie Inkontinenz zu kämpfen. Eine Rehabilitation bietet ihnen die Möglichkeit, den Umgang mit der neuen Situation zu erlernen und Probleme wie Blasenschwäche oder Inkontinenz zu verbessern. Zudem kann während der Rehabilitation auf psychische Belastungen eingegangen werden.

Umgang mit neuer Situation erlernen

Wie der Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs berichtet, kann nach der Entfernung der Harnblase, die mit einer neuen Harnableitung einhergeht, die Reha als sog. Anschlussheilbehandlung beantragt werden. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Klinik auf die Rehabilitation von urologischen Krebserkrankungen ausgerichtet ist. Beispielsweise arbeiten dort Physiotherapeuten, die sich mit der Situation von Menschen mit Blasenkrebs auskennen. Ein Bestandteil der Reha ist Beckenbodentraining, damit Menschen, die beispielsweise eine Ersatzblase erhalten haben, lernen, diese zu kontrollieren. Aber auch der Umgang mit anderen Harnableitungen wird in der Reha geübt, damit er im Anschluss zu Hause selbstständig durchgeführt werden kann, wie beispielsweise das Versorgen des Stomas, so der Krebsinformationsdienst. Eine veränderte Sexualität kann ebenfalls ein Thema in der Reha sein, dies ist auch bei weiteren urologischen Tumoren wie Prostata- oder Hodenkrebs der Fall. Hinzu kommen, wie bei anderen urologischen Tumoren auch, angepasste Sport- und Bewegungsangebote und Ernährungsberatung.

Männer mit Prostatakrebs leiden laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie beispielsweise ebenfalls häufig an Nachwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz. Auch sie sollten eine speziell hierfür ausgerichtete Reha-Einrichtung auswählen, da ihnen Beckenbodentraining i. d. R. weiterhelfen kann bzw. den Zeitraum bis zu Besserung verkürzen kann. Darüber hinaus kommen bei einer Reha für Prostatakrebspatienten auch Beratung und Anleitung hinsichtlich weiterer Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck hinzu.

Behandlung von Inkontinenz

Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes gibt es neben Beckenbodentraining noch die elektrische Muskelstimulation, um eine Inkontinenz zu behandeln. Bei einer sog. Dranginkontinenz werden auch Medikamente eingesetzt. Wenn die Inkontinenz schwer und lang anhaltend ist, kommen zudem operative Maßnahmen in Frage.

Quelle: Befund Krebs 1/2018

30.07.18