- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Hauterkrankungen - Neurodermitis - Rehabilitation - Reizklimatherapie bei Hauterkrankungen

Reizklimatherapie bei Hauterkrankungen

Immer wieder heißt es, das Reizklima an Nord- und Ostsee wirke sich bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis günstig auf die Haut aus. Auch bei einer stationären medizinischen Rehabilitation von Hauterkrankungen wird deshalb oft Wert darauf gelegt, dass Patienten ihren Klinikaufenthalt an der See verbringen. Doch weshalb hilft das Reizklima bei der Behandlung von Hauterkrankungen?

Mehrere Faktoren tragen zum sog. Reizklima bei: Wind, Salz, Sonne – oder genauer ihre ultraviolette Strahlung –, Luftfeuchtigkeit und Außentemperatur. Wer sich im Freien in der Nähe des Meeres aufhält, ist diesen Faktoren ausgesetzt, die alle unterschiedliche Wirkungen auf den Körper und die Haut haben.

Wind und Salz

Der Wind, der am Meer kontinuierlich weht, kühlt den Körper selbst bei höheren Außentemperaturen immer etwas aus. Davon profitieren Menschen mit juckenden Hauterkrankungen wie Neurodermitis. Denn die Kälte lindert den Juckreiz, sodass Entzündungen zurückgehen können, weil die Haut (gerade bei Kindern) nicht ständig neu aufgekratzt wird. Das Salz, das sich beim Aufenthalt am Küstensaum als Aerosol in der feuchten Luft befindet, schlägt sich auf der Haut nieder und löst Hautschuppen ohne mechanische Einwirkung. Das Hautbild bessert sich.

Sonne und UV-Strahlung

Auch die ultraviolette Strahlung der Sonne hilft bei der Behandlung von Hauterkrankungen. Nicht nur, dass sie die Durchblutung der Haut fördert und damit Heilungsprozesse anschiebt, sie trägt auch dazu bei, dass der Körper Kortison bildet. Kortison wirkt Entzündungen entgegen und bessert so das Hautbild. Daneben stellt der Körper unter Einfluss der Sonnenstrahlen vermehrt Vitamin D her, das u. a. für die Wundheilung der Haut von Bedeutung ist und ihre Immunfunktion stärkt.

Besonders gut kann das Reizklima seine positive Wirkung im Sommer entfalten, doch auch zu kälteren Jahreszeiten profitieren Menschen mit Neurodermitis und Psoriasis von einem Aufenthalt am Meer. Bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung besteht dagegen die Gefahr von Sonnenbränden und einer zusätzlichen Hautschädigung. Deshalb ist es auch für Menschen mit Hauterkrankungen wichtig, eine Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden, wenn sie sich im Freien aufhalten. Genauso wichtig ist es zu erkennen, wann die Haut genug UV-Strahlen ausgesetzt war und sich anzuziehen und im Schatten aufzuhalten.

Quelle: allergikus 4/2017

21.06.18