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Risikoschwangerschaft: Was bedeutet das für Mutter und Kind?

Etwa 30 % der Schwangerschaften sind sogenannte Risikoschwangerschaften. Das bedeutet: Das Risiko für das Auftreten von Komplikationen während der Schwangerschaft ist erhöht. Trotzdem besteht zunächst in der Regel kein Grund zur Sorge. Denn: Auch eine Risikoschwangerschaft kann unproblematisch verlaufen.

Die Einstufung einer Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft dient in erster Linie dazu, eine engmaschige Betreuung (z. B. mehr Vorsorgeuntersuchungen) von Mutter und Kind zu gewährleisten, damit mögliche auftretende Probleme frühzeitig erkannt werden können.

Welche Risiken gibt es?

Ärzte sprechen von einer Risikoschwangerschaft, wenn werdende Mütter jünger als 18 oder älter als 35 Jahre sind. Sie liegt ebenfalls vor, wenn vorangegangene Schwangerschaften problematisch verlaufen sind (Fehl- oder Frühgeburt), ein Kind vorher per Kaiserschnitt entbunden wurde oder es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt. Darüber hinaus können bereits vorliegende Erkrankungen der Mutter (z. B. Diabetes, Asthma, Bluthochdruck usw.) oder Erbkrankheiten in der Familie, Übergewicht der Mutter sowie der Konsum von Alkohol, Nikotin und Drogen zu dieser Einstufung führen.

Zu Beginn jeder Schwangerschaft erfasst der Gynäkologe im Mutterpass im Detail, welche Risiken vorliegen. Ist ein Kriterium (von 26 möglichen) erfüllt, sprechen Mediziner von einer Risikoschwangerschaft.

Besondere medizinische Überwachung möglich

Neben diesen Kriterien, die ein Risiko für Komplikationen mit sich bringen, gibt es auch in der Schwangerschaft auftretende Risiken, die eine besondere Überwachung und ggf. auch Behandlung der Schwangeren und des Kindes notwendig machen. Dies ist u. a. der Fall bei Gestosen (Schwangerschaftsvergiftung), Schwangerschaftsdiabetes, Blutungen, Rhesusunverträglichkeit oder vorzeitigen Wehen.

Liegt eine Risikoschwangerschaft vor, werden häufig zusätzlich Untersuchungen durchgeführt (sofern die Eltern dies wünschen), deren Kosten meist von Krankenkassen übernommen werden. Dazu gehört z. B. die Nackenfaltenmessung bei älteren Schwangeren. Außerdem sind zusätzliche Ultraschalluntersuchungen möglich.

Quelle: Deutsches Magazin für Frauengesundheit 1/2020

28.07.20