- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Hauterkrankungen - Rosazea - Therapie - Rosazeapatienten sollten Sonne meiden

Rosazeapatienten sollten Sonne meiden

2 bis 5 % der Deutschen leiden unter Rosazea. Diese Hauterkrankung ist vor allem durch rote Stellen im Gesicht gekennzeichnet. Stirn, Wangen und Nase sind meist besonders betroffen.

Auslöser der Rötungen sind (zum Teil dauerhaft) geweitete Äderchen der Gesichtshaut. Darüber hinaus können zusätzlich zu den roten Stellen Knötchen und Eiterpickel entstehen. In besonders schweren Fällen – wenn es zu einem überschießenden Wachstum der Talgdrüsen kommt – bildet sich eine sogenannte Knollnase.

Lokale Behandlung notwendig

Rosazea tritt häufig erstmals nach dem 30. Lebensjahr auf. Zur Behandlung stehen unterschiedlichen Therapien zur Verfügung, die vom Schweregrad der Erkrankung abhängig sind. An erster Stelle steht eine äußerliche Behandlung der Haut mit entzündungshemmenden Produkten – also Cremes, Gelen oder Lotionen. Darin sind Wirkstoffe wie z. B. Antibiotika enthalten.

Reicht eine lokale Behandlung nicht aus, kann der behandelnde Dermatologe eine medikamentöse Therapie in Betracht ziehen, bei der in erster Linie antibiotische Arzneimittel zum Einsatz kommen. Sie sollen von innen heraus die Entzündung der Haut stoppen.

Haben sich aufgrund der ständig geweiteten Äderchen rote Stellen im Gesicht gebildet, die nicht mehr zurückgehen, kann auch einer Laserbehandlung sinnvoll sein.

Haut sanft Pflegen

Doch auch mit der richtigen Pflege können Betroffene viel für ihre Haut tun. Da diese bei Rosazea-Patienten meist sehr empfindlich ist, eigenen sich vor allem seifenfreie, pH-neutrale Waschlotionen oder Syndets. Auch bei Verwendung weiterer Kosmetika kann ein Blick auf die Inhaltsstoffe helfen einer Verschlechterung der Symptome vorzubeugen. Denn: Nicht alle Inhaltsstoffe werden gut vertragen (z. B. Kampfer und Menthol).

Darüber hinaus kann eine vermehrte Sonneneinstrahlung oder ein Saunabesuch die Symptome ebenso verstärken, wie scharfes Essen und heiße Getränke. Auch Alkohol und Nikotin sollten Betroffene nach Möglichkeit meiden, da dies direkte Auswirkungen auf das Hautbild haben kann. Grundsätzlich werden die Beschwerden stärker, wenn sich Gefäße weiten, wie dies etwa bei Alkoholgenuss der Fall ist.

Rötungen abdecken

Sind die Rötungen der Haut trotz der Behandlung sichtbar oder bilden sich nicht mehr ganz zurück, kann das Abdecken mit Make-up helfen, sich in der eigenen Haut wieder wohler zu fühlen. Rosazea-Patienten sollten ihre Haut das ganze Jahr über mit Sonnencreme vor den UV-Strahlen schützen. Dabei sollte die Creme einen Schutz gegen UV-A- und UV-B-Strahlen enthalten.

Quelle: Patient und Haut 1/2019

01.08.19