- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Rheuma|Orthopädie - Rückenschmerzen - Therapie - Sanfte Bewegung bei Rückenschmerzen

Sanfte Bewegung bei Rückenschmerzen

Die bloßen Füße stehen auf einer weichen Gymnastikmatte. Eine Kleiderordnung gibt es nicht. „Hauptsache bequem“ lautet das Motto. Im Raum ist es ganz still, alle sieben Frauen atmen erst einmal tief ein und aus. So soll der Alltagsstress abfallen, bevor der Körper gestärkt wird. Ein Grundprinzip des Yogas.

Wie bei allen anderen sanften Bewegungsformen auch steht vor allem die Gesunderhaltung im Mittelpunkt. Deshalb haben Yoga, Thai-Chi und Qigong vor allem die Entspannung zum Ziel und schulen gleichzeitig die Körperwahrnehmung und dehnen die Muskulatur. Ebenso wie Pilates, das aber im Gegensatz zu anderen Bewegungsformen auf die Stärkung der Muskulatur abzielt.

Doch egal, welche dieser sanften Bewegungsformen ausgeführt werden, Leistungsdruck hat bei Yoga und Co. keinen Platz. Viel wichtiger als die Leistung ist der Versuch, das innere Gleichgewicht mit sich selbst wieder zu finden und die einzelnen Übungen präzise und bewusst auszuführen. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, gerade zu Beginn unter Anleitung eines erfahrenen Trainers zu üben. Beim Vorliegen von Grunderkrankungen und in der Schwangerschaft sollte vor dem Trainingsstart der Arzt um Rat gefragt werden.

Durch die Bewegungsformen können Fehlhaltungen meist schnell korrigiert werden. Wichtig ist dabei, dass die Schwierigkeit der einzelnen Übungen langsam gesteigert wird, falscher Ehrgeiz ist hier fehl am Platz. Wer dies beherzigt, kann mit sanften Bewegungsformen viel erreichen. So lassen sich damit z. B. Rückenprobleme bekämpfen, der Nacken und das Kreuz schmerzen seltener, die Beweglichkeit nimmt zu, die Bandscheiben werden entlastet.

Yoga

Beim Yoga werden langsame Bewegungen ausgeführt, an deren Ende dann in einer Position verharrt wird. Jede dieser Bewegungen steht immer in Verbindung mit einer Atemübung. Die einzelnen Yoga-Stellungen werden Asanas genannt. Jede Übungseinheit endet immer mit einer Entspannung. Mithilfe dieser Technik wird die Muskulatur gedehnt und gekräftigt. Studien belegen, dass Yoga bei leichten psychischen Störungen Linderung verschaffen kann. Yoga ist auch für Schwangere geeignet sowie ältere Menschen oder jene, die lange Zeit keinen Sport mehr gemacht haben.

Tai-Chi

Der Ursprung von Tai-Chi liegt in der Kampfkunst, heutzutage steht bei der Ausführung der Gesundheitsaspekt im Vordergrund. Doch aus diesem Grund sind im Tai-Chi häufig Elemente zu finden, die an Schläge oder Tritte erinnern. Die fließenden Bewegungen werden in einem sehr langsamen Tempo ausgeführt. Neben Elementen aus der Kampfkunst sind außerdem Aspekte aus der Atemtherapie enthalten. Denn die Atmung spielt auch hier eine große Rolle. Das tiefe Atmen – die sog. Bauchatmung – soll wieder erlernt oder gefördert werden. Die langsamen Bewegungen stärken die Muskeln und schonen zugleich die Gelenke. Außerdem werden so Balance und Beweglichkeit geschult.

Qigong

Qigong zielt auf Harmonie von Körper, Geist und Seele. Qi bedeutet übersetzt Lebensenergie, Gong ist der Atem. Es gibt unterschiedliche Varianten von Qigong. Beim stillen Qigong steht die Atmung im Vordergrund, weniger die Bewegung. Das Ziel: Das eigene Innere bewusst wahrnehmen. Beim bewegten Qigong werden im Unterschied dazu, ähnlich wie beim Tai-Chi, langsame Bewegungen mit einem festgelegten Muster ausgeführt.

Pilates

Bei Pilates gehen alle Bewegungen vom Körperzentrum, dem sog. Powerhouse aus. Es wird von den tief liegenden Rücken- und Bauchmuskeln sowie dem Beckenboden gebildet. Wichtig ist auch hier, dass jede einzelne Bewegung ganz präzise ausgeführt wird. Der Erfolg stellt sich besonders schnell ein, wenn die Übung möglichst kontrolliert und langsam absolviert wird.

Quelle: Deutsches Magazin für Frauengesundheit 2/2019

21.08.19