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Symptome lindern – Was hilft bei Heuschnupfen?

Symptome sind hauptsächlich Fließschnupfen, Augenrötungen, juckende Augen und in der Folge Bindehautentzündungen. Wie bei jeder Allergie ist es sinnvoll, die Allergieauslöser zu meiden. Das ist bei einer Pollenallergie jedoch nur begrenzt möglich. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, die Allergenbelastung gering zu halten. Zudem gibt es wirksame Mittel, die die Heuschnupfensymptome lindern.

In schweren Fällen oder bei einem erhöhten Risiko für die Entstehung von allergischem Asthma, also einem Etagenwechsel der Allergie, kann eine allergenspezifische Immuntherapie sinnvoll sein. Diese sog. Hyposensibilisierung gewöhnt den Körper durch die Gabe geringer Dosen des Allergens an den entsprechenden Stoff, damit die Symptome nicht länger oder nur noch in abgemilderter Form auftreten. Welche Behandlung infrage kommt, sollten Betroffene in Zusammenarbeit mit ihrem Arzt entscheiden.

Allergenkontakt einschränken

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört es bei einer Pollenallergie sich zu Tageszeiten, zu denen die meisten Pollen in der Luft zu finden sind, weitgehend im Haus aufzuhalten. Auf dem Land sind die meisten Pollen frühmorgens unterwegs, in der Stadt in den Abendstunden zwischen 18.00 und 20.00 Uhr. Für Betroffene, die zur Arbeit oder in die Schule müssen, ist es natürlich nicht möglich, abzuwarten, bis die Pollenkonzentration der Luft abnimmt. Sie sollten jedoch das Lüften der eigenen Wohnräume auf einen anderen Zeitraum verschieben. Denn die eigenen vier Wände sollten möglichst pollenfrei bleiben. Deshalb ist es auch sinnvoll, Pollenschutzgitter vor den Fenstern anzubringen.

Straßenkleidung sollten Menschen mit einer Pollenallergie ausziehen, wenn sie ihre Wohnung betreten. Denn an ihr haften i. d. R. größere Mengen Pollen. Wenn die Wohnung einen Flur oder einen kleinen Vorraum hat, sollte man sich am besten bereits dort umziehen. Auf keinen Fall jedoch sollte die Straßenkleidung mit ins Schlafzimmer genommen werden. Die Wäsche im Freien zu trocknen, ist für Betroffene ebenfalls keine gute Idee. Es kann sich lohnen, einen Wäschetrockner anzuschaffen. Vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, verringert die Pollenbelastung in der Nacht.

Betroffene, die gern im Freien Sport treiben oder längere Spaziergänge machen, sollten die regionalen Pollenvorhersagen beachten, um ihre Aktivitäten bei geringer Pollenkonzentration durchzuführen. Eine Pollenvorhersage-App fürs Smartphone leistet dabei Hilfestellung. Eine Faustregel gibt es: Wenn es regnet, sind weniger Pollen unterwegs als bei schönem Wetter.

Reinigung der Wohnung

Die Pollenbelastung der eigenen Wohnung lässt sich durch regelmäßige Reinigung weiter verringern. Möglichst täglich sollten die Böden der Wohnung gesaugt oder gewischt werden. Sinnvoll ist es, dafür einen Staubsauger mit Hepafilter zu verwenden, da diese die Pollen sicher im Sauger zurückhalten. Ein Staubsauger mit Wasserfilter reinigt ebenfalls die Böden zuverlässig und filtert zusätzlich Schmutz und Pollen aus der Luft. Der eingesaugte Schmutz wird im Wasser gebunden und saubere Abluft wird freigegeben.

Menschen mit starkem Heuschnupfen sollten auch über die Anschaffung eines Luftreinigers nachdenken. Diese Geräte reinigen die Luft von Pollen u. U. auch von Schimmelsporen oder Feinstaub. Sinnvoll sind für Menschen mit Allergien Geräte mit Hepafilter, die zudem einen Partikelsensor besitzen. Diese messen die Luftbelastung und reinigen die Luft, wenn ein Grenzwert überschritten ist. Ein Luftreiniger sollte stets passend für das Raumvolumen angeschafft werden, denn nur dann erfüllt er seine Aufgabe angemessen. Bei der Anschaffung sollten Betroffene auch auf die Lautstärke des Luftreinigers achten, damit seine Geräusche z. B. nicht den Schlaf stören.

Symptome lindern, Medikamente einsetzen

Für die Bekämpfung der Symptome – Schnupfen und Reizung der Auge – stehen Nasensprays und Augentropfen zur Verfügung. Kurz bevor „ihre“ Pollenflugzeit beginnt, können Betroffene Medikamente mit Cromoglizinsäure einsetzen. Diese hemmt u. a. die Histaminausschüttung und lindert auf diese Weise Heuschnupfen und Augenprobleme. Während Cromoglizinsäure eine gewisse „Vorlaufzeit“ braucht, um zu wirken, helfen Nasenspray und Augentropfen mit dem Wirkstoff Azelastin sofort. Das Gleiche gilt für Augentropfen mit dem Wirkstoff Tetryzolin. Allerdings dürfen diese Tropfen nur maximal eine Woche lang genommen werden. Bei Bedarf kann der Arzt auch Nasenspray oder Augentropfen mit Glukokortikoiden verordnen. Gerade bei längerer Pollenflugzeit kann es sinnvoller sein, oral einzunehmende Antihistaminika wie Cetirizin oder Loratadin oder aber Glukokortikoide zu verwenden und Augentropfen und Nasenspray nur bei Bedarf einzusetzen. Auch die Verwendung von frei verkäuflichen Medikamenten sollten Heuschnupfen-Geplagte mit dem Arzt absprechen, insbesondere bei Kindern.

Quelle: allergikus 1/2018

17.07.18