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Symptome bei Zöliakie

Wie macht sich Zöliakie bemerkbar?

Zöliakie, die z. T. noch einheimische Sprue genannt wird, ist eine Erkrankung, die durch eine Unverträglichkeit gegen das Klebereiweiß Gluten hervorgerufen wird. Die Darmschleimhaut reagiert überempfindlich auf das in zahlreichen Getreidesorten enthaltene Gluten und es kommt bei anhaltendem Kontakt mit dem Eiweiß zu einer chronischen Entzündung. Diese wiederum birgt das Risiko, dass der Darm u. U. dauerhaft geschädigt wird. Aus diesem Grund müssen Menschen mit einer Zöliakie ein Leben lang auf Nahrungsmittel verzichten, die Gluten enthalten. Denn selbst geringe Mengen Gluten rufen bei vielen Betroffenen eine Entzündung und damit einhergehende Beschwerden hervor.

In vielen Fällen tritt Zöliakie bereits im Kindesalter auf, allerdings kann sie sich auch erst im Jugend- und Erwachsenenalter entwickeln. Frauen sind häufiger von Zöliakie betroffen als Männer.

Symptome im Kindesalter

Im Kindesalter macht sich Zöliakie oft bereits kurz nach der ersten Gabe von Getreidebrei bemerkbar. Sie äußert sich in vielen Fällen durch starke Durchfälle, eine verminderte Fettverdauung und damit einhergehend durch eine veränderte Konsistenz des Stuhls. Bei einigen Kindern kommen Bauchschmerzen und Erbrechen hinzu. Gemein ist den betroffenen Kindern i. d. R., dass sie kaum an Gewicht zunehmen. Diese Symptome sind zwar nicht allein kennzeichnend für Zöliakie, doch wenn Eltern dem Kinderarzt die Beschwerden ihres Kindes beschreiben, leitet dieser i. d. R. eine Untersuchung auf Zöliakie ein. In manchen Fällen äußert auch der Zahnarzt den Verdacht auf Zöliakie, denn als Folge der Krankheit kann es u. a. zu Verfärbungen und anderen charakteristischen Veränderungen der Zähne kommen – bei manchen Kindern etwa wirken die Zähne durchscheinend.

Symptome in der Jugend und bei Erwachsenen

In der Jugend oder im Erwachsenenalter fallen Beschwerden, die Zöliakie kennzeichnen, oft weniger stark aus als in der frühen Kindheit. Zwar kommt es bei Betroffenen ebenfalls häufig zu Durchfällen und anderen Magen- und Darmproblemen, doch sind diese oft längst nicht so ausgeprägt wie bei kleinen Kindern. Die Folge: Symptome von Zöliakie können u. U. mit denen anderer Erkrankungen verwechselt werden. Bei manchen Patienten macht sich Zöliakie zudem ausschließlich durch eine ungewöhnliche dauerhafte Abgeschlagenheit bemerkbar, bei anderen stehen als Hauptsymptom depressive Verstimmungen oder Blutarmut im Vordergrund. Bei wiederum anderen treten vor allem Blähungen, ein Wechsel der Stuhlgewohnheiten oder Aufstoßen, Sodbrennen sowie Beschwerden des Oberbauchs auf. Hautveränderungen können ebenfalls ein Symptom von Zöliakie sein.

Verschiedene Formen der Zöliakie

Die Leitlinie zur Zöliakie, die empfiehlt, die Bezeichnung „einheimische Sprue“ nicht länger zu verwenden, unterscheidet je nach Symptomlage zwischen verschiedenen Formen der Krankheit. So fasst sie unter den Bezeichnungen klassische oder symptomatische Zöliakie die Formen der Krankheit zusammen, die einen typischen Krankheitsverlauf mit Durchfall und weiteren Magen- und Darmbeschwerden aufweisen. Zugleich sind auch die Zöliakieformen mitgemeint, bei denen zwar Symptome auftreten, diese müssen jedoch nicht notwendigerweise auf den Magen- und Darmtrakt beschränkt sein.

Bei der subklinischen Verlaufsform von Zöliakie treten keine körperlichen Auffälligkeiten auf, auch bei der körperlichen Untersuchung und anschließender erster Labordiagnostik zeigen sich keine Hinweise auf Zöliakie. Erst eine Dünndarmbiopsie gibt Aufschluss darüber, dass Zöliakie vorliegt. Von einer refraktären Zöliakie ist die Rede, wenn trotz einer glutenfreien Diät weiterhin körperliche Symptome bestehen. Eine sog. potenzielle Zöliakie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Dünndarmschleimhaut zwar unauffällig erscheint, aber auf eine Zöliakie hinweisende Antikörper im Blut zu finden sind.

Quelle: allergikus 2/2018

17.12.18

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