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Therapie des Diabetischen Fußsyndroms

Ein Diabetisches Fußsyndrom (DFS) kann bereits durch kleine Verletzungen entstehen. Die Stelle infiziert sich, es entstehen Wunden und Geschwüre, die chronisch werden. Im schlimmsten Falle droht eine Amputation.

Hintergrund für ein DFS sind meist Nervenschädigungen, sog. Neuropathien. Diese führen dazu, dass Betroffene Schmerzen schwächer oder kaum noch empfinden. Wenn Betroffene sich nun Verletzungen am Fuß zuziehen, sei es durch falsche Nagelpflege oder auch ein Steinchen im Schuh, werden diese womöglich erst sehr spät bemerkt, wenn sie sich bereits entzündet haben. Zur Vorbeugung sollte man daher seine Füße täglich inspizieren, geeignetes Schuhwerk tragen und bei der Fußpflege große Sorgfalt walten lassen.

Was tun bei Fußwunden?

Wenn es indes zu schweren Infektionen mit tiefen Wunden gekommen ist, ist es möglich, dass das betroffene Gewebe abstirbt (nekrotisiert), was eine Amputation von Zehen oder größeren Teilen des Fußes zur Folge haben kann. Daher ist es wichtig, dass Menschen mit Diabetes, die eine Fußverletzung bemerken, so bald wie möglich einen Arzt aufsuchen. So gibt es sog. Fußambulanzen nach den Richtlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Anschließend ist eine schnelle Therapie wichtig. Denn laut DDG entwickeln rund 250.000 Menschen mit Diabetes jedes Jahr ein DFS.

Therapie des DFS

Behandelt wird das DFS durch mehrere Maßnahmen: Laut Diabetes Ratgeber gehört dabei zum einen eine gute Stoffwechseleinstellung, damit die Wunde gut heilen kann, sowie eine Patientenschulung. Dann müssen die akuten Wunden versorgt und behandelt werden, was je nach Patient unterschiedlich sein kann – hier kommt es auf das Ausmaß der Schädigungen an. Wenn die Wunde entzündet ist, muss die Infektion gestoppt werden, u. a. durch Antibiotika.

Wichtig ist zudem, für Druckentlastung zu sorgen: Das kann durch spezielle vom Arzt verordnete Schuhe, aber auch dadurch erfolgen, dass der Fuß gar nicht belastet wird: Entweder erstmal durch Bettruhe oder auch, indem Patienten nicht mehr auftreten, sondern sich mit einem Rollstuhl fortbewegt.

Damit Füße richtig durchblutet werden, kann es notwendig sein, verengte Blutgefäße zu behandeln, beispielsweise durch einen gefäßchirurgischen oder einen Katheter-Eingriff. Die letzte Maßnahme ist eine Amputation. Sie erfolgt dann, wenn die Infektion so schwer ist, dass sie auf andere Bereiche des Körpers überzugreifen droht, so der Diabetes Ratgeber.

Quelle: Befund Diabetes 2/2018

15.11.18