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Die Therapie von Psoriasis erfordert Aufmerksamkeit und Pflege

I. d. R. bricht die Erkrankung im frühen Erwachsenenalter aus. Die Anzeichen für die Psoriasis (Schuppenflechte) sind im Frühstadium nicht klar einzuordnen und so kann es passieren, dass es eine Weile dauert, bis eine Diagnose gestellt wird. Die Krankheit verläuft in Schüben und benötigt viel Aufmerksamkeit.

Pflege der Haut

Für Betroffene ist es wichtig zu wissen, welche Umstände zu einem Ausbruch oder zu einer Verschlechterung der Psoriasis führen. Patienten sollten beobachten und u. U. dokumentieren, welche Behandlungsmethoden gut wirken und welche Salben oder Tabletten angewendet und gut vertragen werden. Zuerst beginnt jede Behandlung mit dem Entschuppen. Da die Haut wegen der krankhaft gesteigerten Erneuerung der Zellen größere Schuppen produziert, müssen diese zunächst einmal abgetragen werden. Um die Schuppen von der Haut zu entfernen, genügen einfache Cremes, bei hartnäckigen Schuppen können Salben mit Harnstoff oder Salizylsäure aufgetragen werden. Die Wirkstoffe gelangen auf diese Weise über die Creme direkt an den Krankheitsort. Unerwünschte Spätfolgen oder Nebenwirkungen an inneren Organen sind durch das Eincremen eher unwahrscheinlich. Die wirkstoffhaltigen Salben, z. B. kortisonhaltigen Cremes, sollten sparsam und einmal täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Pflegecremes dagegen können je nach Bedürfnis mehrmals täglich benutzt werden und sind für Psoriasispatienten besonders wichtig. Deswegen sollten sie sich unbedingt von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen. Richtig sind diejenigen Pflegeprodukte, die auch nach längerer Zeit gerne angewendet werden, weil sie angenehm, beruhigend und nicht hautreizend sind. Bäder und Saunagänge sind ebenfalls geeignet, um die Schuppen zu entfernen.

Verschiedene Behandlungsmethoden

Bei schweren Fällen von Psoriasis ist die Anwendung von Spritzen und Tabletten häufig unvermeidbar. Bei der Auswahl dieser Therapie müssen andere Erkrankungen und der Zustand der inneren Organe berücksichtigt werden. Gute Erfolge konnten bisher mit biologisch hergestellten Medikamenten (Biologics) erreicht werden. Diese blockieren gezielt die Entzündungsvorgänge, die der Erkrankung zugrunde liegen. Mittels Lasertherapien können auch gute Verbesserungen des Hautzustandes erzielt werden. Diese Behandlung ist schnell und empfehlenswert für Stellen im Gesicht, an den Händen oder im Intimbereich. Dabei wurde das Licht dem UV-Anteil des Sonnenlichts (290-400nm) nachempfunden.

Für Entspannung sorgen

Häufig klagen Patienten über Schübe, wenn sie Stress haben. Betroffene können auch aktiv etwas gegen ihre Erkrankung tun. Wie bei allen Erkrankungen ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen und für ausreichend Entspannung zu sorgen. Entspannungsübungen, wie autogenes Training, Yoga oder Hypnose können helfen Stress abzubauen. Sie können auch helfen, besser mit dem Juckreiz umzugehen. Warmes Wetter bekommt der Haut besonders gut. Deswegen ist es empfehlenswert, den Urlaub in einer warmen Region zu verbringen. Gemäßigte Sonnenbäder kombiniert mit wechselnden Bädern in Süß- und Salzwasser tragen zur Linderung der Erkrankung bei.

Quelle: Patient und Haut 1/2013

13.06.13