Kontakt 02202 18898-0 | info@curado.de
Menu
Curado Search
Sie sind hier: Startseite  »  Krankheiten  »  Hauterkrankungen  »  Rosazea  »  Abgrenzung periorale Dermatitis und Rosazea

Rosazea

Rosazea ist eine Hauterkrankung, die mit einer Entzündung verbunden ist und vorwiegend im Gesicht auftritt. Vor allem Rötungen, aber auch Pusteln, Hautknötchen und Äderchen, die oberflächlich erweitert sind, kennzeichnen die Rosazea.

Rosazea
© iStock - Lipowski

Periorale Dermatitis – was ist das?

Die periorale Dermatitis ist eine Erkrankung, bei der es vor allem im Bereich rund um den Mund zu Rötungen und zur Bildung kleiner Bläschen oder Knoten kommt. Auch der Bereich um Nase oder Augen bis hin zu den Augenlidern kann betroffen sein.

Die periorale Dermatitis, auch Mundrose genannt, betrifft in erster Linie Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Die Ursache ist vermutlich eine übermäßige Verwendung von Hautpflegeprodukten und Kosmetika.

Wenn sich die Gesichtshaut trocken anfühlt und spannt, verwenden vor allem Frauen Feuchtigkeitscremes und andere Pflegeprodukte, um diesem unangenehmen Gefühl entgegenzutreten. Die Folge: Die Haut spannt ohne diese Produkte noch mehr, es werden häufiger Cremes eingesetzt. Ein Teufelskreis entsteht.

Ob es sich bei den Hautproblemen um eine periorale Dermatitis oder um eine mit ähnlichen Symptomen einhergehende Erkrankung wie Rosazea handelt, kann nur der Arzt feststellen. Die Behandlung besteht in erster Linie darin, für eine Zeit lang (sechs Wochen bis zu drei Monate) auf Kosmetika und Hautcremes zu verzichten.

Das ist zwar zunächst unangenehm, da die Haut ohne die zuvor verwendeten Produkte unter Umständen noch stärker spannt und sich die Beschwerden in der Regel erst einmal verstärken, doch nach dieser „Erstverschlimmerung“ bilden sich die Hautrötungen und die Bläschen und Knoten meist zurück. Die Gesichtshaut sollte in dieser Zeit nur mit Wasser gereinigt werden.

Hilfe bieten in dieser Situation Umschläge mit Tüchern, die in schwarzen Tee getaucht werden. Die im Tee enthaltenen Gerbstoffe tragen dazu bei, die Beschwerden zu verringern. Dafür muss der Tee wenigstens zehn Minuten lang ziehen. Die Tücher, die anschließend in den Tee getaucht und auf das Gesicht gelegt werden, müssen kühl sein, da Wärme die Beschwerden verstärkt.

Bei stark ausgeprägten Symptomen kann der Arzt für die Anfangszeit eine Salbe oder ein Gel verschreiben, die z. B. Metronidazol enthält. Im Einzelfall (bei starker Bakterienbesiedelung der Haut) kann der Arzt auch ein Antibiotikum in Tablettenform verordnen. Das Wichtigste in der Behandlung ist die Selbstdisziplin von Betroffenen, nicht auf die zuvor verwendeten oder auf neue Hautpflegeprodukte und Kosmetika zurückzugreifen, um die Symptome zu lindern.

Quelle: Patient und Haut 1/2020

30.07.2021
Copyrights © 2021 GFMK GMBH & CO. KG