Kontakt 02202 18898-0 | info@curado.de
Menu
Curado Search
Sie sind hier: Startseite  »  Krankheiten  »  Allergien und Unverträglichkeiten  »  Allergie  »  Allergiefreies Wohnen  »  Allergene im eigenen Garten

Allergie

Als Allergie bezeichnet man die übermäßige und teilweise heftige Abwehrreaktion des Immunsystems auf körperfremde Stoffe (Antigene).

Allergien
© iStock - bluecinema

Allergene im eigenen Garten

Personen mit einer Pollen- oder Kontaktallergie müssen einiges beachten, um den Aufenthalt im Grünen genießen zu können. So sollten in ihrem Garten möglichst wenig Pflanzen wachsen, die allergenes Potenzial besitzen. Bei einer Schimmelpilzallergie ist vor allem bei der Gartenarbeit Vorsicht geboten, denn Gartenerde enthält in der Regel Schimmelpilzsporen. Auch in Komposthaufen sind Schimmelpilzsporen zu finden.

Pollenallergie

Von einer Pollenallergie Betroffene sollten bei der Bepflanzung des Gartens Pflanzen meiden, auf deren Pollen sie allergisch reagieren. Kreuzallergien sollten dabei ebenfalls bedacht werden – die Merkmale mancher Pollen ähneln sich, sodass auch die Pollen bislang unkritischer Pflanzen unter Umständen nach einiger Zeit allergische Reaktionen auslösen können. Während des Pollenflugs der allergieauslösenden Pflanzen heißt es für Betroffene ohnehin, sich weitgehend im Haus aufzuhalten, selbst wenn diese Pflanzen nicht im Garten zu finden sind. Denn der Wind transportiert die Pollen von anderen Gärten, Wiesen oder Wäldern in den Garten.

Lässt sich der Aufenthalt im Garten nicht vermeiden oder wollen Menschen mit einer Pollenallergie ihren Garten während der Pollenflugzeit genießen, sollten sie einen Mundschutz, wenn möglich mit Filter tragen, der zusätzlich über die Nase gezogen werden kann. Das Tragen von Handschuhen sollte für Menschen mit einer Allergie bei der Gartenarbeit selbstverständlich sein. Am günstigsten ist die Gartenarbeit bei einer Pollenallergie nach einem Regenschauer, der die Pollen aus der Luft gespült hat. Gibt es im Garten eine Rasenfläche, sollte sie bei einer Pollenallergie kurzgehalten werden.

Kontaktallergie

Menschen mit einer Kontaktallergie sollten auf Pflanzen wie Efeu, Eibe und Thuja verzichten, da sie nach der Berührung allergische Beschwerden auslösen können. Wer von einer Schimmelpilzallergie betroffen ist, sollte die Gartenarbeit – vor allem das Graben in der Erde – anderen Familienmitgliedern überlassen, denn überall im Boden befinden sich Schimmelpilzsporen.

Insektengiftallergie

Von einer Insektengiftallergie Betroffene sollten auf Obstbäume und -sträucher im Garten weitgehend verzichten, denn die Früchte locken auch nach der Blütezeit Insekten an. Außerdem sollte bei einer Insektengiftallergie eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) erfolgen, um die Gefahr eines lebensgefährlichen anaphylaktischen Schocks nach einem Stich zu verringern und den Aufenthalt im Garten fortan angstfrei genießen zu können.

Menschen mit einer Insektengiftallergie müssen andere Dinge beachten. So sollten sie bei warmen Temperaturen nie barfuß über die Wiese gehen, um das Risiko eines Bienen- oder Wespenstichs zu minimieren. Insekten lassen sich selbstverständlich nicht völlig aus dem Garten ausschließen, doch von einer Insektengiftallergie Betroffene können evtl. einen kleinen Teil ihres Gartens z. B. mit einem Moskitonetz abschirmen und sich auf diese Weise eine insektenfreie Entspannungsoase schaffen.

Quelle: allergikus 2/2020

31.03.2021
Copyrights © 2021 GFMK GMBH & CO. KG