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Richtige Ernährung bei Rosazea

Rund vier Millionen Deutsche sind von der Hautkrankheit Rosazea betroffen. Die Krankheit tritt meist erstmals im dritten oder vierten Lebensjahrzehnt auf. Die Gesichtshaut ist gerötet, die Äderchen unter der Haut häufig deutlich sichtbar. Die Rötungen können vorübergehend oder dauerhaft sein, außerdem können sich Papeln und Pusteln oder eine sog. Knollennase bilden – immer in Abhängigkeit von der Form der Krankheit.

Ausgelöst werden die Symptome der Erkrankung, etwa das plötzliche Erröten (Flush) durch sog. Trigger, zu denen auch bestimmte Nahrungsmittel zählen. „Patienten sollten vor allem auf scharfes Essen, Alkohol, Kaffee und Tee verzichten“, rät Priv.-Doz. Dr. Hofmann, Charité Berlin. Auch warme Getränke können zum plötzlichen Erröten führen.

Gefäße erweitern sich

Grundsätzlich wirken sich Nahrungsmitteln, die zu einer Erweiterung der Gefäße führen, negativ auf eine Rosazea aus. Welches Essen und welche Getränke dabei die Symptome im Einzelnen verschlechtern, kann von Patient zu Patient ganz unterschiedlich sein. „Betroffene sollten im Arzt-Patienten-Gespräch herausfinden, was Trigger für die Verschlimmerung ihrer Rosazea sind“, rät Dr. Hofmann.

Darüber hinaus kann ein sog. Symptomprotokoll helfen, Klarheit über die Zusammenhänge zwischen Nahrungsmitteln und der Krankheitsverschlechterung zu gewinnen. Betroffene können so genau festhalten, welches Essen und welche Getränke sie zu sich genommen haben und wann sich die Rötung im Gesicht verschlimmert. Eine Rosazea-Diät gibt es dagegen nicht. Ein pauschaler Verzicht auf Nahrungsmittel ist deshalb nicht notwendig.

Rauchen und Zucker sind schädlich

Nicht immer fällt es den Patienten leicht, auf Nahrungsmittel zu verzichten. „Damit ist auch immer ein Verlust an Lebensqualität verbunden“ weiß Dr. Hofmann aus Erfahrung. Sie rät Betroffenen deshalb, für sich selbst das eigene Gleichgewicht zwischen Verzicht auf Nahrungsmittel und Toleranz gegenüber einer möglichen Verschlechterung zu finden.

So wie es bei der Rosazea durch Nahrungsmittel zu Verschlechterungen kommen kann, kann auch Rauchen oder erhöhter Zuckerkonsum sich schlecht auf die Haut auswirken. Prinzipiell sollte man sich für seine Hautgesundheit gesund ernähren.

Quelle: Patient und Haut 2/2017

12.01.18

Ernährung