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Dosierung

Die Dosierung einer Strahlentherapie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sie variiert je nach Art und Stadium der Krebserkrankung, die behandelt werden soll. Zudem ist die einzusetzende Behandlungsart entscheidend. Bei der Protrahierung (protrahieren = verlängern, verzögern) wird die Dosisleistung verringert und die Bestrahlungsdauer verlängert, um mehr gesunden Zellen ein Überleben zu ermöglichen. Hierbei nutzt man die unterschiedliche Regenerationsfähigkeit von gesunden Zellen und von Tumorzellen aus. Dieses Verfahren findet heute allerdings kaum noch Anwendung. Die andere, heutzutage weit verbreitete Möglichkeit ist die der Fraktionierung. Dabei wird die zu verabreichende Gesamtdosis auf viele kleine Einzeldosen aufgeteilt.

Kurative Strahlentherapie

Wird die Strahlentherapie kurativ eingesetzt, ist der Hauptfaktor für die Festlegung der Gesamtdosis die Art des Tumors. Gemessen wird die Strahlung in Gray (Gy). Solide epitheliale Tumoren werden üblicherweise mit einer Gesamtdosis von 60 bis 80 Gy bestrahlt, Lymphome hingegen nur mit 20 bis 40 Gy.

Adjuvante Strahlentherapie

Für Brust-, Kopf- und Halstumoren wird eine adjuvante Strahlentherapie üblicherweise im Dosisbereich von 45 bis 60 Gy in Fraktionen von 1,8 bis 2,0 Gy durchgeführt. Bei einer adjuvanten Strahlentherapie spielen verschiedene Faktoren bei der Dosisfindung eine Rolle, so zum Beispiel der Erfolg der durchgeführten Operation. Auch die Kombination mit einer Chemotherapie kann eine andere Dosierung der Strahlung zur Folge haben als eine alleinig durchgeführte adjuvante Strahlentherapie.

Berechnung der Strahlendosis

In der Planungsphase der Strahlentherapie wird unter Berücksichtigung der verschiedensten Kriterien die Gesamtdosis ermittelt. Dieser Schritt erfolgt in der Regel am Computer unter Verwendung spezieller Software. Abhängig von der eingesetzten Form der Bestrahlung müssen auch die Bestrahlungswinkel und die Strahlenquellen berücksichtigt werden. Mithilfe der Software wird versucht, einen Therapieplan aufzustellen, der den Tumor möglichst einheitlich und hoch dosiert trifft und dabei die Belastung des umliegenden Gewebes minimiert.

Fraktionierung

Die Fraktionierung ermöglicht es in den meisten Fällen den normalen Zellen, sich von der DNS-Schädigung zu erholen. Da die Reparatursysteme in Krebszellen in der Regel weniger effizient sind, reicht ihnen die Zeit zwischen den Strahlenportionen nicht zur Regeneration aus.

In Nordamerika, Australien und Europa ist der typische Zeitplan einer fraktioniert durchzuführenden Strahlentherapie für Erwachsene eine Behandlung an 5 Tagen der Woche. Dabei werden pro Behandlungstag etwa 1,8 bis 2,0 Gy verabreicht. Im Norden Großbritanniens werden zudem häufig Fraktionen von 2,67 bis 2,75 Gy pro Tag eingesetzt. Kinder werden mit niedrigeren Dosen behandelt als Erwachsene, bei einer Fraktionierung werden 1,5 bis 1,8 Gy pro Behandlung verabreicht. Manche Krebsarten beginnen wieder mit dem Wachstum, wenn die Fraktionierung über einen zu langen Zeitraum erfolgt. Dazu zählen zum Beispiel Kopf- und Halstumoren, bei denen daher die Behandlung innerhalb eines bestimmten Zeitfensters abgeschlossen sein sollte.

Lydia Köper

21.04.11

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