Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen
IVW
- Anzeige - www.docmorris.com

Kliniken in Ihrer Nähe

Auslöser der Zöliakie entdeckt

Bei Zöliakie-Patienten verursachen hauptsächlich drei Fragmente in dem Klebereiweiß Gluten die Beschwerden. In einem mehrjährigen Projekt haben australische Forscher die Ursache der weit verbreiteten Getreide-Unverträglichkeit entschlüsselt. Diese Entdeckung dürfte neue ...

 

Aphten können auf Vitamin-Mangel hinweisen

Schleimhautveränderungen im Mund, sogenannte Aphthen, können Anzeichen für Mangelerscheinungen oder Unverträglichkeiten sein. «Die kleinen weiß-gelblich aussehenden Flecken auf der Mundschleimhaut können auf eine zu geringe Eisen-Aufnahme, einen Folsäure- oder einen ...

 

Mit der richtigen Kasse viele Euro sparen

Ob mit oder ohne Zusatzbeitrag: Mit der richtigen Wahl der Krankenkasse lassen sich durch Extraleistungen Hunderte Euro sparen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in einer am Dienstag in ...

 

Gesundes Essen bekommt nicht jedem

Leidet ein Mensch unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten, ist soziale Isolation eine mögliche Folge: »Einladungen zum Essen oder zu anderen sozialen Events schlägt man aus Angst vor plötzlicher Übelkeit oder plötzlichem Durchfall prinzipiell ...

 

Zöliakie nimmt drastisch zu

Die Gluten-Unverträglichkeit Zöliakie nimmt dramatisch zu. In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich die Häufigkeit der chronischen Erkrankung einer neuen Studie zufolge fast verfünffacht. ...

 

Sie sind hier: Startseite - Allergie/Lunge/Haut - Zöliakie

Zöliakie

13.02.08.

Zöliakie bzw. einheimische Sprue

Bei Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, wird durch den Verzehr von Lebensmitteln, die Gluten enthalten, eine entzündliche Reaktion in der Dünndarmschleimhaut ausgelöst, die zu einer chronischen Erkrankung des Dünndarms führt (Enteropathie). Die Bezeichnung Zöliakie wird meist für das Krankheitsbild im Kindesalter verwendet, während beim Erwachsenen eher von einheimischer Sprue die Rede ist, die nicht mit der tropischen Sprue – einer Infektionskrankheit – verwechselt werden sollte.

Gluten: Der Kleber im Getreide

Gluten, das zum größten Teil aus Proteinen besteht, ist in bestimmten Getreidesorten vorhanden. Verbindet sich Gluten mit Wasser, bildet sich das sog. Klebereiweiß. Dieses Klebereiweiß lässt aus Mehl und Wasser einen elastischen Teig entstehen, der sich gut formen lässt. Getreidesorten, die Gluten enthalten, sind z. B. Roggen, Weizen und Gerste. Dementsprechend findet sich Gluten in all jenen Lebensmitteln, die aus diesen Getreidesorten hergestellt wurden, z. B. Brot, Brötchen, Kuchen und Nudeln.

Häufig ist jedoch auch in Lebensmitteln Gluten enthalten, in denen man es nicht vermutet (z. B. Joghurt- und Quarkzubereitungen, Pommes frites, Kartoffelchips, Wurstwaren etc.). Diesen Erzeugnissen wird Gluten aus lebensmitteltechnologischen Gesichtspunkten zugesetzt (z. B. als Geliermittel, Stabilisator oder Emulgator), um die Eigenschaften des Nahrungsmittels zu verbessern. Absolut glutenfreie Produkte erkennt der Verbraucher am Siegel der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG) und dem Hinweis „glutenfrei“.

Prävalenz in Deutschland

Wie viele Menschen in Deutschland tatsächlich von dieser Erkrankung betroffen sind, ist nicht bekannt. Experten schätzen, dass in der Bundesrepublik ungefähr 160.000 Menschen an Zöliakie leiden. Erstmalig tritt die Erkrankung häufig bei Kleinkindern auf, nachdem getreidehaltige Breie zugefüttert werden. Ein erster Erkrankungsgipfel liegt daher bei etwa neun Monaten bis zu zwei Jahren. Ein zweiter Anstieg der Erkrankungshäufigkeit findet sich im Alter von rund 40 Jahren. Auffallend oft geht eine Zöliakie bzw. Sprue mit anderen Erkrankungen einher. So haben z. B. rund 10 % der Menschen mit Glutenunverträglichkeit außerdem Diabetes Typ 1.

Einheimische Sprue oft mit Osteoporose assoziiert

Neueste Studien belegen darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen Zöliakie und Osteoporose: 3,4 % der Menschen mit Osteoporose litten zudem an Zöliakie, während in der gesunden Kontrollgruppe nur 0,2 % eine Glutenunverträglichkeit hatten. Dies wurde durch eine Dünndarmbiopsie nachgewiesen. Dabei fanden die US-amerikanischen Forscher heraus, dass die Konzentration an sprueassoziierten Antikörpern mit der Knochendichte in Verbindung steht. Je mehr Antikörper im Blut enthalten waren, desto geringer war die gemessene Knochendichte.

Antje Habekuß

- Anzeige - www.docmorris.com