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Therapie einer Arzneimittelallergie

Bei der Therapie einer Arzneimittelallergie ist es wichtig, die auslösende Substanz eindeutig zu diagnostizieren. Gerade in Bezug auf Arzneimittel kann dies schwierig sein, insbesondere wenn der Patient verschiedene Mittel anwendet. In einem solchen Fall ist es wahrscheinlich, dass das als letztes hinzugekommene Medikament den Auslöser darstellt. In der Regel muss das Allergen in Zukunft strikt gemieden werden. Je nach Schwere der aufgetretenen Symptome der Arzneimittelallergie kann es erforderlich sein, eine medikamentöse Symptombehandlung durchzuführen.

Arzneimittelallergie: Sofortiges Absetzen des Medikaments

Bei einer schwerwiegenden Arzneimittelallergie ist es wichtig, umgehend das Arzneimittel abzusetzen, das die Allergie hervorruft. Auch in Zukunft sollte dieses Medikament nicht mehr angewendet werden. Betroffene mit einer Arzneimittelallergie bekommen einen Allergiepass, den sie bei jeder ärztlichen Behandlung, insbesondere aber bei einem erstmaligen Besuch bei einem fremden Arzt, vorlegen müssen. Konnte das Allergen eindeutig identifiziert werden, gehen die Symptome der Arzneimittelallergie in der Regel schnell zurück und treten bei einer konsequenten Vermeidung des auslösenden Medikaments auch nicht wieder auf.

Symptomatische Therapie bei einer Arzneimittelallergie

Es kann eine gewisse Zeit vergehen, bis die Symptome einer Arzneimittelallergie nach einer allergischen Reaktion vollständig abgeklungen sind. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Allergen nicht das verabreichte Medikament selbst, sondern eins seiner Um- oder Abbauprodukte ist. Bei einer solchen Metabolisierung ist das Auftreten zeitlicher Verzögerungen wahrscheinlich.

Treten Hautreaktionen im Zuge einer Arzneimittelallergie auf, ist es möglich, diese mit Glukokortikoiden zu behandeln. Sie werden bei der Therapie in Form von Salben lokal angewendet, indem sie auf die betroffenen Hautstellen aufgebracht werden. Tritt ein Juckreiz auf, ist dieser in der Regel durch eine Histaminausschüttung bedingt. In diesem Fall kann bei der Therapie einer Arzneimittelallergie durch eine Gabe von Antihistaminika eine Besserung erzielt werden. Sind nur Hautreaktionen als Symptome bei einer Arzneimittelallergie aufgetreten, nimmt die Erkrankung meist einen guten Verlauf. Meist heilt ein Exanthem innerhalb weniger Tage ab. War die Hautreaktion aber sehr stark, kann dieser Prozess auch bis zu sechs Wochen in Anspruch nehmen.

Nimmt die Arzneimittelallergie einen schweren Verlauf an, können weitere medizinische Maßnahmen zur Therapie erforderlich sein. Im Falle eines anaphylaktischen Schocks muss unter Umständen sogar eine intensivmedizinische Betreuung erfolgen.

Vermeidung von Arzneimittelallergien

Eine Arzneimittelallergie kann nie sicher vermieden werden. Einzige Möglichkeit dafür wäre ein kompletter Verzicht auf Medikamente, der aber nicht anzuraten ist. Im Vergleich zu dem doch eher geringen Risiko, eine Arzneimittelallergie zu entwickeln, überwiegt in der Regel der Nutzen, den ein bestimmtes Medikament für eine kranke Person bringt, doch deutlich. Dennoch gibt es ein paar Maßnahmen, die sinnvoll sind, um sich nicht einem unnötigen Risiko einer Arzneimittelallergie auszusetzen.

Bei einer leichten Erkrankung kann jeder Betroffene selbst entscheiden, ob der Genesungsprozess medikamentös unterstützt werden soll und ob dies überhaupt erforderlich ist. Bei einer schweren Erkrankung hingegen wäre es falsch, eine erforderliche Behandlung aus Angst vor einer Arzneimittelallergie zu versäumen. Ein Mittelweg ist ein gutes Maß. Als Standard kann gelten, dass wichtige Medikamente unbedingt eingenommen werden sollten, eher verzichtbare Medikamente aber ebenso auch weggelassen werden sollten. Wer viele Medikamente einnimmt, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen, was wirklich notwendig ist und was nicht. Verschriebene Medikamente sollten nie eigenmächtig ohne eine Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden. Ein Ausweichen auf Naturheilmittel ist zur Vermeidung von einer Arzneimittelallergie keine Lösung, da auch solche Substanzen entsprechende Reaktionen auslösen können.

Bei einer Vermeidung von Arzneimittelallergien kann zudem die Darreichungsform eine Rolle spielen. Prinzipiell kann durch jede Art eine Arzneimittelallergie ausgelöst werden, für manche Medikamente ist allerdings bekannt, das bestimmte Formen zu einem vermehrten Auftreten von allergischen Reaktionen führen. Aus diesem Grund sollten beispielsweise Penicilline und Sulfonamide nicht lokal auf der Haut angewendet werden. Ist aufgrund einer Infektion eine lokale Therapie erforderlich, so wird der Arzt in den meisten Fällen auf andere Substanzen ausweichen.

Sollen dennoch unbedingt bestimmte stark Arzneimittelallergien auslösende Substanzen eingesetzt werden, so kann alternativ eine innerliche, also eine systemische Behandlung erfolgen. Generell besteht das geringste Risiko der Entwicklung einer Arzneimittelallergie bei einer oralen Einnahme von Medikamenten, beispielsweise in Form von Tropfen oder Tabletten. Es steigt dann von einer intravenösen über eine intramuskuläre bis zu einer subkutanen Anwendung (Verabreichung unter die Haut) weiter an. Das höchste Risiko besteht bei Anwendungen lokal auf der Hautoberfläche.

Arzneimittelallergie: Konservierungsstoffe

Neben einer Arzneimittelallergie gegen den Wirkstoff eines Medikaments kann diese auch gegen einen Konservierungsstoff bestehen, der enthalten ist. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die auslösende Substanz zu bestimmen. Es könnte sonst im Falle einer Arzneimittelallergie gegen ein Konservierungsmittel fälschlicherweise angenommen werden, dass die Arzneimittelallergie gegen den Wirkstoff des Medikaments besteht. Wird dem von einer Arzneimittelallergie Betroffenen dann ein Alternativprodukt mit einem anderen Wirkstoff, aber demselben Konservierungsmittel, verschrieben, führt dies zum erneuten Auftreten einer allergischen Reaktion.

Lydia Köper

06.06.12

Therapie
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