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Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Pankreaskarzinom genannt, bezeichnet eine bösartige Tumorerkrankung in der Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gehört zum menschlichen Verdauungstrakt. Sie hat ein Gewicht von 70 bis 80 Gramm und eine Länge von rund 13 bis 18 Zentimetern. Die Bauchspeicheldrüse sitzt in der Umgebung des Zwölffinderdarms, des Magens, der Galle und der Milz. Dabei umfasst die Bauchspeicheldrüse drei Abschnitte. Das breite Ende wird Pankreaskopf genannt und ist vom Zwölffingerdarm umgeben. Der Mittelteil heißt Pankreaskörper und das dünne Ende Pankreasschwanz.

Das Pankreas hat die Aufgabe, jeden Tag maximal zwei Liter Sekret für die Verdauung und Enzyme herzustellen, damit diese die Verdauung unterstützen. Mithilfe der Substanzen aus der Bauchspeicheldrüse können Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate aufgespalten werden. Auch steuert die Bauchspeicheldrüse den Stoffwechsel des Zuckers im Organismus.

Häufigkeit von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Jährlich gibt es etwa 16.700 neue Erkrankungen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, davon knapp 8.500 Frauen und ca. 8.200 Männer. Fast genau so viele Menschen sterben jedes Jahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die relative Überlebensrate von fünf Jahren nach Ausbruch der Krankheit beträgt bei Frauen etwa neun Prozent und etwa acht Prozent bei Männern.

Bei knapp drei Viertel aller Betroffenen entwickelt sich Bauchspeicheldrüsenkrebs im Pankreaskopf. Insgesamt ist das Pankreaskarzinom recht selten, nur bei rund zwei bis drei Prozent aller Krebsfälle handelt es sich um Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dabei muss man aber berücksichtigen, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs oft eine schlechte Prognose hat: Rund sechs Prozent aller durch Krebs verursachten Sterbefälle gehen auf Bauchspeicheldrüsenkrebs zurück, damit ist diese Krebsart die vierthäufigste Todesursache.

Wo entsteht Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Man unterscheidet bei der Bauchspeicheldrüse zwei Teile: den endokrinen und den exokrinen Teil. Der endokrine Teil produziert Hormone, der exokrine nicht. Die meisten Fälle von Krebsgeschwüren in der Bauchspeicheldrüse entstehen im exokrinen Pankreas (95 Prozent). Diese werden dann als exokrine Pankreastumoren bezeichnet. Dieser Krebs nimmt seinen Anfang meist in den Zellen des Bauchspeicheldrüsengangs. Der Bauchspeicheldrüsengang ist dafür zuständig, die Verdauungssäfte aus der Bauchspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm zu führen.

Meist handelt es sich um Adenokarzinome. Diese beginnen im Drüsengewebe des Organs. Nicht so häufig sind Zystadenokarzinome. Dies sind ebenfalls Adenokarzinome, die aber mit einer blasenartigen Aufdehnung der Drüsenschläuche einhergehen. Die besonders selten auftretenden acinären Tumoren beginnen ihr Wachstum in den Zellen, die die Verdauungssäfte herstellen (Azinuszellen). Die endogenen Karzinome, die in dem Teil der Bauchspeicheldrüse entstehen, der Hormone herstellt, treten bei rund fünf Prozent aller Fälle auf.

Welche Funktion hat die Bauchspeicheldrüse?

Die Aufgabe des exokrinen Organs besteht darin, jeden Tag bis zu zwei Liter Verdauungssaft, den sogenannten Pankreassaft, herzustellen. Dieser soll in den Zwölffingerdarm abfließen und ist dort an der Verdauung beteiligt. Der Pankreassaft enthält wichtige Enzyme, die für die Aufspaltung von Bestandteilen der Nahrung (Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate) notwendig sind. So können einzelne Substanzen generiert und weiter im Organismus verwertet werden.

Das endokrine Organ wiederum umfasst die sogenannten Langerhans-Inseln. Diese befinden sich verteilt in der gesamten Bauchspeicheldrüse. Die Langerhans-Inseln stellen Hormone her, z. B. das Hormon Insulin. Insulin hat seine Rolle darin, den Zucker im Blut in die Körperzellen gelangen zu lassen, damit er dort zur Gewinnung von Energie genutzt werden kann. Auf diese Weise reguliert Insulin den Blutzuckerspiegel.

Fedor Singer

17.03.17

Bauchspeicheldrüsenkrebs
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