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Symptome von Blasenkrebs

Ein generelles Problem bei Krebserkrankungen ist, dass die Symptome in den meisten Fällen keinen eindeutigen Hinweis auf die Erkrankung geben. Für den Erfolg der Therapie spielt eine frühzeitige Diagnose jedoch eine wesentliche Rolle.

Bei Blasenkrebs sind zu Beginn der Erkrankung kaum Symptome vorhanden. Treten Anzeichen einer Krankheit auf, so sind sie eher unspezifisch und nicht konkret zuzuordnen. Hauptsymptom bei Blasenkrebs und häufig eines der ersten Anzeichen einer Erkrankung des Urogenitaltraktes allgemein ist Blut im Urin.

Blut im Urin als Symptom von Blasenkrebs

Medizinisch wird das Vorkommen von Blut im Urin als Hämaturie bezeichnet. Dabei unterscheidet man zwischen Mikro- und die Makrohämaturie. Bei einer Mikrohämaturie ist die Blutbeimengung so gering, dass sie nur durch spezielle Testverfahren nachgewiesen werden kann. Eine Makrohämaturie ist dadurch gekennzeichnet, dass eine große Beimengung von Blut den Urin rötlich bis bräunlich verfärbt und sie dadurch mit bloßem Auge sichtbar ist.

Beide Formen können bei Blasenkrebs auftreten und sind dann in der Regel durch ein Bluten des Tumors bedingt. Das Symptom an sich ist jedoch nicht spezifisch für einen Blasenkrebs. Wer Blut im Urin feststellt, kann ebenso auch an verschiedenen Erkrankungen des Blasen- und Nierensystems leiden, zum Beispiel an einer Blasenentzündung. Aufgrund der Vielzahl von Erkrankungen, auf die das Symptom Blut im Urin Hinweis geben kann, ist es unbedingt ernst zu nehmen. Wird Blut im eigenen Urin festgestellt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um die genaue Ursache abzuklären. Denn bei 80 % aller Patienten mit Blasenkrebs oder anderen Krebserkrankungen der Harnwege tritt dieses Symptom auf.

Auch wenn Blut im Urin häufig das erste auftretende Symptom ist, so kann es sich spät zeigen. Wenn deutlich sichtbare Mengen Blut vorhanden sind, ist der Blasenkrebs oft schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass das Symptom nicht unbedingt dauerhaft auftritt. Manchmal verschwindet es, obwohl die Erkrankung weiterhin besteht. Von daher sollte auch dann, wenn das Symptom nicht mehr vorhanden ist, ein Arzt aufgesucht werden.

Schmerzen bei Blasenkrebs

Das Problem bei Blasenkrebs ist, dass das Auftreten von Schmerzen relativ spät erfolgt. Der Tumor ist dann meist schon in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Die am häufigsten auftretenden Schmerzen stehen im Zusammenhang mit dem Wasserlassen. Ähnlich einer Harnblasenentzündung kann auch Blasenkrebs zu gehäuftem Harndrang führen, wobei die Blase nur unter Schmerzen geleert werden kann. Treten dauerhafte Schmerzen auf, so entstehen sie in der Regel durch Verengungen des Harnleiters oder Verlegungen der Harnröhre aufgrund des Tumors.

Der Harnleiter führt von der Niere zur Blase und leitet so den in der Niere entstandenen Harn ab. Befindet sich dort eine Verengung, die diesen Prozess behindert, kann es zu einer Stauung des Harns und einer Entzündung kommen. Dieser Vorgang ist schmerzhaft für die Betroffenen. Die Schmerzen sind dann allerdings nicht im direkten Bereich der Blase lokalisiert, sondern eher im Bereich der Nieren und des Rückens.

Probleme beim Wasserlassen

Als Hinweis auf Blasenkrebs können außerdem zwei Symptome im Zusammenhang mit dem Wasserlassen auftreten, die sogenannte Pollakisurie und die Dysurie. Bei der Pollakisurie leiden die Betroffenen unter einem starken Harndrang, bei dem häufig jeweils nur kleine Mengen Harn abgegeben werden.

Bei der Dysurie kommt es zu einem erschwerten Harnlassen, welches oft nur tropfenweise möglich ist. Bei der Dysurie ist das Harnlassen zudem oft mit Schmerzen verbunden. Aufgrund der ähnlichen Symptome gehen die Betroffen häufig davon aus, dass es sich um eine Blasenentzündung (Zystitis) handelt.

Lydia Köper

20.04.17

Symptome
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