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Brustkrebs

Unter dem Begriff Brustkrebs, auch Mammakarzinom (lat. Mamma = Brust) genannt, versteht man bösartige Tumoren (Geschwulsterkrankungen) der Brustdrüse. Bei Frauen in den westlichen Industrienationen ist Brustkrebs die Krebserkrankung, die am häufigsten auftritt (ca. 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland) und eine unter den Krebserkrankungen häufige Todesursache ist. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei ca. 63 Jahren. Männer können an dieser Krebsart ebenfalls erkranken, sind aber deutlich seltener betroffen: Nur in ca. jedem hundertsten Fall ist ein Mann der Patient.


Bei steigenden Erkrankungszahlen geht die Sterblichkeit bei dieser Krebsart zurück. Im Laufe der Jahre konnten durch immer bessere Therapiemöglichkeiten die Prognosen für die Betroffenen verbessert werden. Neben den Standardtherapieverfahren wie Operation, Chemotherapie und Bestrahlung werden zunehmend maßgeschneiderte Therapieverfahren angewandt, die in verschiedener Art und Weise gezielt gegen den Tumor und ggf. gegen Metastasen eingesetzt werden können.


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Mehr als 80 % der Patientinnen überleben die ersten fünf Jahre nach Diagnosestellung. Um die Sterblichkeit künftig noch weiter zu senken, werden national wie international systematische Programme zur Früherkennung initiiert. Die permanente Weiterentwicklung standardisierter, weltweit anerkannter Leitlinien soll eine strukturierte Behandlung nach dem jeweils aktuellen wissenschaftlich-medizinischen Erkenntnisstand für alle Betroffenen ermöglichen.

Anatomische Grundlagen

Die weibliche Brust liegt oberhalb des den Rippen aufliegenden großen Brustmuskels und besteht aus Fett- und Bindegewebe sowie dem Milchdrüsenkörper, der wiederum aus Drüsenlappen (lat. Lobuli = Lappen) und Drüsengängen (lat. Ductuli = Gänge) besteht. Ferner gehören zur Brust die darüberliegende Haut, Brustwarze und Warzenhof.

Blut- und Lymphgefäße, die die Brust durchziehen, versorgen das Brustgewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen bzw. sorgen für einen Abfluss der Lymphflüssigkeit. Die Lymphgefäße münden entweder in Lymphknoten unter der Achselhöhle oder zwischen den Brüsten. Sie dienen als Teil des Immunsystems der Abwehr des Körpers vor eindringenden Krankheitserregern. Die Brustwarze ist mit vielen sensiblen Nerven versorgt.

Wo genau tritt Krebs der Brust auf?

Zur genauen Lokalisation und Einstufung einer Brustkrebserkrankung teilt man die Brust in Quadranten (Viertel) ein, die eine örtliche Orientierung ermöglichen. Mammakarzinome treten am häufigsten im äußeren oberen Quadranten auf (ca. 55 % der Fälle), im oberen inneren Viertel der Brust sowie seltener (jeweils ca. 15 % der Fälle) im Bereich der Brustwarze. Nur 10 % der Brusttumoren bilden sich im unteren äußeren Quadranten, 5 % im unteren inneren Quadranten.

Einordnung von Brustkrebs nach ICD-10

Nach dem internationalen Klassifikationssystem für Krankheiten (International classification of diseases, ICD-10) der WHO von 2006 trägt Brustkrebs den Schlüssel C50. Je nach Lokalisation des Tumors werden Mammkarzinome nach ICD10 weiter untergliedert nach dem Befall von Brustwarze und Warzenhof (C50.0), des zentralen Drüsenkörpers der Brustdrüse (C50.1), des oberen inneren Quadranten der Brustdrüse (C50.2) bzw. des unteren inneren Quadranten (C50.3), des oberen äußeren Quadranten (C50.4) sowie des unteren äußeren Quadranten der Brustdrüse (C50.5). Des weiteren werden mit C50.6, C50.8 bzw. C50.9 Mammakarzinome verschlüsselt, die den Recessus axillaris der Brustdrüse (also den in der Axelhöhle liegenden Fortsatz der Milchdrüse) bzw. mehrere überlappende Bereiche der Brustdrüse bzw. nicht näher bezeichnete Bereiche der Brustdrüse betreffen.

Welche Arten des Mammakarzinoms gibt es?

In ca. 70–80 % der Brustkrebsfälle sind die Milchgänge (NST – no special type) betroffen. Nur in ca. 10-15 % der Fälle entsteht der Brustkrebs aus den Milchdrüsenläppchen (invasives lobuläres Karzinom, ILC) und lediglich in jeweils ca. 2 % der Fälle handelt es sich um Sonderformen wie etwa das invasive tubuläre, muzinöse, medulläre oder papilläre Karzinom. Neben den gemischten treten weitere noch seltenere Brustkrebsarten wie z. B. das inflammatorische Mammakarzinom auf.

Anzeichen bzw. mögliche Symptome

Brustkrebs löst in frühen Stadien keine auffälligen Beschwerden bzw. Schmerzen aus, sodass es sehr wichtig ist, dass Frauen auf mögliche, vielleicht zunächst harmlos erscheinende Anzeichen achten. Wie bei allen anderen Tumorarten gilt auch für den Brustkrebs: Je eher die Diagnose gestellt werden kann, umso eher kann eine gezielte Behandlung aufgenommen werden und umso besser ist die Prognose.

Zu den möglichen Anzeichen einer Brustkrebserkrankung, die in jedem Fall mit dem behandelnden Gynäkologen besprochen werden sollten, gehören:

  • das Ertasten von festen Knoten in der Brust, die sich nicht verschieben lassen
  • das Feststellen von Veränderungen im Bereich der Brustwarze (z. B. Einziehungen, Entzündungen, Absonderungen) oder der Größe der Brust bzw. Ihres Verhaltens bei Bewegungen (z. B. Armheben)
  • das Auftreten von unerklärlichen Hautveränderungen wie Entzündungen, Einziehungen etc.
  • das Feststellen von Schwellungen in der Achselhöhle u. a.

Wichtig zu wissen: Eine regelmäßige Selbstuntersuchung ermöglicht eine bessere Einschätzung der natürlichen Konsistenz der Brust und entsprechend ein gezielteres Feststellen aktueller, von den normalen, zyklusbedingten Veränderungen abweichender Auffälligkeiten. Werden ungewöhnliche Veränderungen der o. g. Art festgestellt, sollte in jedem Fall der Gynäkologe aufgesucht werden.

Anke Tennemann

22.05.15

Brustkrebs
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