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Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa ist eine chronische, meist schubweise verlaufende Erkrankung des Dickdarms. Zusammen mit Morbus Crohn und einigen anderen, weniger häufigen Krankheiten gehört die Colitis zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED).

Charakteristisch für Colitis ulcerosa ist die gleichmäßige Entzündung der Dickdarmschleimhaut, die meist am Mastdarm beginnt und die sich zum Körperzentrum hin ausbreiten kann. Darüber hinaus sind bei Colitis ulcerosa auch Manifestationen außerhalb des Darms bekannt, z. B. Entzündungen der Gallengänge (primär sklerosierende Cholangitis) oder Gelenkentzündungen (Arthritis).

Colitis ulcerosa vs. Morbus Crohn

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn haben einige Gemeinsamkeiten, z. B. eine ähnliche Symptomatik, jedoch auch einige jeweils charakteristische Merkmale: Typisch für den Morbus Crohn ist ein abschnittweiser Befall des gesamten Darms. Colitis ulcerosa hingegen zeichnet sich durch ein kontinuierliches Befallsmuster aus. Die Erkrankung ist auf den Dickdarm beschränkt.

Die Unterscheidung zwischen einer Colitis ulcerosa und einem Morbus Crohn ist trotz verbesserter diagnostischer Methoden teilweise äußerst schwierig. Bei rund einem Zehntel der Patienten ist es den Medizinern nicht möglich, eine exakte Diagnose zu stellen. Eine solche Erkrankung wird Colitis indeterminata genannt.

Rund 170.000 Menschen in Deutschland leiden an Colitis ulcerosa

Experten schätzen, dass rund 320.000 Menschen in Deutschland an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden. Schätzungsweise jeweils die Hälfte leidet an Colitis ulcerosa bzw. Morbus Crohn. Jährlich erkranken rund 3-4 von 100.000 Menschen neu an Colitis ulcerosa. Das häufigste Erkrankungsalter liegt bei 16 bis 25 Jahren.

Colitis ulcerosa ist ein Risikofaktor für Darmkrebs

Menschen, die an Colitis ulcerosa erkrankt sind, tragen gegenüber gesunden Menschen ein erhöhtes Risiko, an Dickdarmkrebs (kolorektales Karzinom) zu erkranken. Dies wurde mehrfach in medizinischen Studien bestätigt. Im Rahmen einer Metastudie konnte ebenfalls belegt werden, dass die Dauer der Erkrankung das Krebsrisiko beeinflusst: Nach einer Erkrankungsdauer von 30 Jahren war das Darmkrebsrisiko um 8 % erhöht, nach 40 Jahren um 11 %. Auch eine größere Ausdehnung der Erkrankung scheint das Erkrankungsrisiko zu erhöhen, wie eine Studie vermuten lässt.

Antje Habekuß

14.07.14

Colitis ulcerosa
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