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Diabeteserkrankung kann zu Osteoporose führen

Typ-1-Diabetikerinnen haben ein zwölfmal höheres Risiko eines Oberschenkelhalsbruchs als stoffwechselgesunde Menschen. Überhaupt können Diabetes und Knochenschwund (Osteoporose) eng zusammenhängen, wie neueste Erkenntnisse der Forschung zeigen.

Osteoporose (auch „Knochenschwund“ genannt), also eine Skeletterkrankung mit unzureichender Knochenfestigkeit und dadurch erhöhtem Frakturrisiko, soll u. a. durch das fehlende Insulin begünstigt werden. Viele Typ-1-Diabetikerinnen leiden unter bis zu 10 % geringerer Knochendichte, weil das Hormon Insulin anregend auf die Knochenbildung wirkt. Durch die durch den Diabetes bedingten Durchblutungsstörungen in kleinen Gefäßen sowie Nierenschäden können Knochendichte und auch -neubildung beeinträchtigt bzw. gehemmt werden. Die Folge: die sog. „sekundäre Osteoporose“, ausgelöst durch Diabetes Typ 1.

Die Rolle des Proteins Osteocalcin

Doch nicht nur Diabetes Typ 1 kann mit Osteoporose in Verbindung stehen, auch Typ-2-Diabetes und Knochenstoffwechsel stehen in möglichem Zusammenhang, wie Wissenschaftler an der Columbia Universität in New York erforschen: Demnach soll das Protein Osteocalcin, das in den Knochen durch die Osteoblasten (spezielle Knochenzellen) gebildet wird, die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse anregen. Vermutlich sollen dadurch die Osteoblasten bei der Regulation der Knochenbildung mit genügend Energie versorgt werden, weil das Insulin Zucker vom Blut in die Zellen schleust. Untersucht wird nicht nur die Frage, ob ein Mangel am Protein Osteocalcin Typ-2-Diabetes auslösen kann, sondern im Umkehrschluss auch, ob Medikamente gegen Osteoporose gleichzeitig das Risiko steigern, an Diabetes zu erkranken. Typ-2-Diabetikerinnen haben – trotz meist in Untersuchungen festgestellter „normaler“ Knochendichte – ein zumindest zweifach erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Bis zu siebenmal höher ist die Gefahr eines Oberschenkelhalsbruchs.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 1/2015

26.06.15

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