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Diabetisches Fußsyndrom: Augen auf beim Schuhkauf

Eine der am meisten gefürchteten Folgeerkrankungen bei Diabetes ist das diabetische Fußsyndrom: Viele Diabetiker können aufgrund einer Polyneuropathie Druck, Hitze und Schmerzen an Beinen und Füßen nicht wahrzunehmen. Unbemerkt kann sich so ein diabetischer Fuß entwickeln, der im schlimmsten Fall in einer Amputation des Fußes endet. Neben der eigenen regelmäßigen, intensiven Kontrolle der Füße ist die Wahl des richtigen Schuhwerks von immanenter Bedeutung für die Vorbeugung – denn bis zu 50 % aller Fußläsionen bei Diabetikern entstehen durch falsches bzw. ungeeignetes Schuhwerk. Einige kleine Tipps helfen, den richtigen Schuh zu finden.

Beim Schuhkauf besonders wichtig: Beachten Sie die Tageszeit!

Beachten Sie, dass Ihre Füße im Laufe des Tages anschwellen. Die beste Tageszeit, um Schuhe zu kaufen, ist daher nachmittags oder am Abend, da Ihre Füße dann etwas dicker sind als morgens. Weiterhin sollten Ihre neuen Schuhe aus weichem Oberleder bestehen und keine harten Kappen aufweisen. Der Schuh sollte an der Ferse festen Halt haben, damit er hier nicht scheuert und zu Verletzungen führt. Ebenso sollten Sie Schuhe mit Innennähten vermeiden, da auch diese scheuern könnten. Flache Absätze und eine feste Sohle entlasten den Vorderfuß und verteilen das Körpergewicht beim Gehen auf den ganzen Fuß. Besonders wichtig: Die Füße müssen im Schuh rundherum genug Platz haben. Folgender Test kann dabei helfen: Erstellen Sie eine Schablone Ihrer Füße, indem Sie sich barfuß auf ein Blatt Papier stellen, die Umrisse Ihrer Füße aufzeichnen und anschließend ausschneiden. Versuchen Sie nun, diese Schablonen in die potenziellen neuen Schuhe einzulegen. Passen die Fußumrisse nicht in die Schuhe hinein, sind diese zu klein und Sie laufen beim Gebrauch Gefahr, Hornhautschwielen oder Blasen zu bekommen.

Sie haben die Wahl: Konfektionsschuh, Maßschuh oder Spezialschuh

Besondere Vorsicht sollten Sie bei sog. Gesundheitsschuhen walten lassen: Deren oft scharfkantiges Fußbett kann vor allem an den Schuhrändern Verletzungen und Geschwüre hervorrufen. Zudem kann das oft speziell ausgeformte, harte Fußbett solcher Schuhe unverhältnismäßigen Druck auf die Fußsohle ausüben. Besonders vermeiden sollten Sie sog. Flip-Flops, Schuhe mit Riemen und solche mit harter Vorderkappe. Sie üben zu viel Druck an einzelnen Stellen des Fußes aus und sind daher ungeeignet. Für Diabetiker empfehlenswert ist orthopädisches Schuhwerk. Insbesondere bei Patienten, die bereits eine Fußläsion hatten, werden oft Maßschuhe eingesetzt. Zudem gibt es mittlerweile auch industriell gefertigte Spezialschuhe für Diabetiker, die ggf. durch ein vom Orthopädie-Schuhmacher gefertigtes individuelles Fußbett oder ähnliches ergänzt werden können.

Vorsicht beim Tragen von neuen Schuhen

Generell sollten neue, noch nicht eingelaufene Schuhe nicht länger als eine halbe Stunde getragen werden. Untersuchen Sie Ihre Füße nach dem Tragen stets auf Druckstellen. Sind Rötungen ca. zehn Minuten nach dem Tragen immer noch zu sehen, ist der Schuh zu eng und muss nachgearbeitet werden. Lassen Sie neue Schuhe, ob vom Fachmann angefertigt oder als Konfektionsschuh gekauft, immer vom Arzt begutachten und tragen Sie nur solche, die dieser positiv bewertet hat.

Susanne Aping

aus Befund Diabetes 4/2007

15.12.07

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