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Entstehung einer Allergie

Die Allergie ist eine relativ häufig auftretende Erkrankung infolge einer Überempfindlichkeitsreaktion auf bestimmte Stoffe. In Deutschland leiden bei den Erwachsenen etwa 30 % unter einer Allergie, bei den Kindern sind es ca 26 %. Die häufigste vorkommende Allergieform ist neben dem Heuschnupfen die Nahrungsmittelallergie. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Allergiearten sowie eine Vielzahl an Stoffen, die eine Allergie auslösen können.

Allergie – Was ist das?

Unter einer Allergie versteht man eine übersteigerte Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystems) auf Fremdstoffe, die von außen in den Organismus eingedrungen sind. Diese Fremdstoffe sind in der Regel völlig ungefährlich und harmlos.

Hauptaufgabe des Immunsystems ist es körperfremde, schädliche Substanzen, sog. Antigene zu beseitigen und unschädlich zu machen. Bei einem gesunden Menschen trägt das Immunsystem somit maßgeblich dazu bei, den Körper gesund zu halten. Auch auf Fremdstoffe, die ungefährlich für den Organismus sind, reagiert das gesunde Immunsystem mit einer Abwehrreaktion, die allerdings in abgeschwächter Form erfolgt.

Bei einem Allergiker reagiert der Körper jedoch anders: Haben bestimmte körperfremde, aber an sich harmlose Stoffe die äußere Schutzbarriere des Körpers durchdrungen und sind in das Körperinnere gelangt, reagiert das Immunsystem nicht wie bei gesunden Menschen in abgeschwächter, sondern in übermäßiger Weise auf diese Fremdstoffe. Diese Überreaktion des Abwehrsystems führt letztlich zur Entstehung einer Allergie. Eine Allergie wird deshalb häufig auch als Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems bezeichnet.

Allergene – allergieauslösende Stoffe

Die Fremdstoffe, die eine allergische Reaktion auslösen, nennt man Allergene. Allergene gehören zu der Gruppe der Antigene. Antigen ist der Überbegriff für Stoffe, die vom Körper als fremd erkannt werden und eine Reaktion des Immunsystems auslösen, die im Idealfall dazu führt, dass der Fremdstoff (das Antigen) zerstört wird. Es gibt unzählige verschiedene Stoffe, die Auslöser einer Allergie sein können. Zurzeit sind ca. 20.000 unterschiedliche Allergene bekannt. Die häufigsten Allergieauslöser sind Pollen. Des Weiteren zählen Hausstaubmilben, Tierhaare und Schimmelpilze zu den Allergenen, die in Deutschland am häufigsten Atemwegsallergien auslösen.

Allergene können auf verschiedene Weise in den Körper gelangen. In Abhängigkeit vom Aufnahmemechanismus, d. h. je nachdem auf welchem Weg die Allergene vom Körper aufgenommen werden, unterscheidet man folgende Allergenarten:

  • Allergene, die eingeatmet werden, bezeichnet man als Inhalationsallergene (z. B. Pollen, Milben, Tierhaare, Schimmelpilze etc.)
  • Nahrungsmittelallergene (z. B. Nüsse, Äpfel, Erdbeeren etc.) werden über den Mund und den Magen-Darm-Trakt aufgenommen
  • unter Injektionsallergenen versteht man Allergene, die in den Körper eingespritzt werden, wie beispielsweise Insektengift durch Insektenstiche oder Medikamente im Rahmen einer ärztlichen Behandlung
  • Kontaktallergene werden durch Hautkontakt aufgenommen (z. B. Nickel in Modeschmuck oder Hosenknöpfen, bestimmte Fasern in der Kleidung etc.)

Allergische Symptome – Wie äußern sie sich?

Infolge einer allergischen Reaktion kann es – je nach Allergieform und individueller Empfindlichkeit – zu unterschiedlichen Symptomen an verschiedenen Stellen des Körpers kommen. Generell können sowohl lokale, d. h. auf bestimmte Körperstellen beschränkte Symptome auftreten, als auch allgemeine Beschwerden. Üblicherweise dauern die Symptome so lange an, wie die Allergene im Organismus vorzufinden sind.

Lokale Beschwerden treten meist an der Körperstelle auf, an der es zu einem Allergenkontakt, d. h. zu einer Berührung mit dem allergieauslösenden Stoff gekommen ist. Gelangen beispielsweise Blütenpollen durch Inhalation in den Körper, erfolgt der Kontakt an den Schleimhäuten der Atemwege und der Pollenallergiker reagiert mit Niesen, Schnupfen oder Atemnot. Leidet eine Person hingegen unter einer Nickelallergie und trägt beispielsweise einen nickelhaltigen Armreif, äußern sich die allergischen Symptome in Form von Hautausschlag an der Stelle am Arm, an der der Hautkontakt stattgefunden hat.

Im Allgemeinen tritt eine lokale allergische Symptomatik an folgenden Stellen in folgender Weise auf: Am Auge äußern sich allergische Symptome durch Juckreiz, tränende, geschwollene und gerötete Augen und/oder durch Empfindlichkeit gegen helles Sonnenlicht und Blendgefühl. Im Nasenbereich geht eine allergische Reaktion mit Juckreiz, Niesen, laufender oder verstopfter Nase einher. Im Mund- und Rachenraum kann Juckreiz auftreten sowie die Schwellung von Lippen und Zunge; teilweise kommt es auch zu Juckreiz in den Ohren. In der Lunge kann sich eine Allergie durch Atemnot und/oder Husten äußern, der chronische Form annehmen kann. Auf der Haut können Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und/oder Quaddeln auftreten. Im Bauchbereich kann eine allergische Reaktion Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Durchfall und/oder Erbrechen zur Folge haben.

Allgemeine Beschwerden äußern sich am gesamten Körper in Form von Juckreiz, Haut- und Schleimhaut-Schwellungen, verstärkter Wassereinlagerung im Gewebe, Blutdruckabfall durch Gefäßerweiterung sowie Verengung der Bronchien. Im schlimmsten Fall führt ein massiver Blutdruckabfall zu einem allergischen Schock, der die extremste Form der allergischen Reaktion darstellt (auch anaphylaktischer Schock genannt). Dieser Schock kann lebensbedrohliche Folgen annehmen und in seltenen Fällen sogar zum Tode führen.

Fazit

Eine Allergie ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die behandelt werden sollte. Bleibt eine Allergie dauerhaft unbehandelt, kann es zu einer Zunahme der Beschwerden und zur Entstehung schwerwiegender Krankheiten, wie beispielsweise dem allergischen Asthma bronchiale, kommen. Bei Verdacht auf eine Allergie sollte man einen Arzt aufsuchen, um herauszufinden, auf welchen Stoff man allergisch reagiert. Ist der allergieauslösende Stoff identifiziert, können entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, die zu einer Verminderung der allergischen Reaktion und zu einer Verbesserung der Symptome beitragen.

Sandra Kirvel

16.12.13

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