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Entstehung von Blasenkrebs

Für Blasenkrebs gibt es verschiedene Risikofaktoren, die das Auftreten der Erkrankung stark begünstigen. Wer sich diesen Faktoren aussetzt, hat also ein erhöhtes Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Da der Kontakt zu manchen Risikofaktoren vorwiegend im Beruf geschieht, sind bestimmte Berufsgruppen häufiger von Blasenkrebs betroffen. Auch Entzündungen können Ursache der Krebserkrankung sein, ebenso die Einnahme bestimmter Medikamente.

Rauchen als Risikofaktor für die Entstehung von Blasenkrebs

Der größte Risikofaktor für Blasenkrebs ist das Rauchen. Im Zigarettenrauch sind zahlreiche krebsauslösende Stoffe, sogenannte karzinogene Substanzen, enthalten. Wird Zigarettenrauch nun in die Lungen inhaliert, gehen diese Substanzen dort in die Blutbahn über. In der Niere werden sie dann aus dem Blut herausgefiltert und gelangen in den Urin. Dieser wird über die Harnleiter von der Niere zur Blase transportiert, wo er zunächst gespeichert wird. Somit verweilen die karzinogenen Substanzen mehr oder weniger lange in der Blase und können so ihre schädigende Wirkung ausüben. Je früher ein Raucher den Zigarettenkonsum einstellt, desto mehr senkt er sein persönliches Erkrankungsrisiko.

Berufsrisiko

Neben dem Tabakkonsum erhöht der Kontakt mit bestimmten Chemikalien das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Insgesamt wurde für etwa 50 verschiedene Substanzen eine vermehrte Rate an Blasenkrebserkrankungen bei häufigem Kontakt nachgewiesen. Besonders gefährlich in diesem Zusammenhang sind aromatische Amine. In bestimmten Industriezweigen kann ein häufiger und wiederholter Kontakt zu diesen Substanzen entstehen und so Blasenkrebs auslösen. Die Krankheit kann dann als Berufskrankheit anerkannt werden. Obwohl die gefährlichsten Stoffe mittlerweile keine Verwendung mehr finden, kommt es auch heutzutage noch zu berufsbedingtem Blasenkrebs. Dies liegt an der langen Entwicklungszeit des Krebses, die ihn möglicherweise erst Jahrzehnte nach dem Chemikalienkontakt auftreten lassen.

Entzündungen als Ursache für die Entstehung von Blasenkrebs

Auch eine chronische Harnblasenentzündung kann ein Risikofaktor für die Entstehung von Blasenkrebs sein. Dauerhafte Harnwegsinfektionen, ein Dauerkatheter oder Blasensteine können der Grund für eine chronische Harnblasenentzündung sein. In diesem Fall handelt es sich bei der Form von Blasenkrebs in der Regel nicht um ein Urothelkarzinom, sondern um ein Plattenepithelkarzinom.

In tropischen Ländern hat der Blasenkrebs oft eine weitere Ursache, die Bilharziose. Sie wird von Schistosomen verursacht. Bei Kontakt über Wasser, in dem sich Schistosomen befinden, können diese in den Menschen eindringen. Besteht eine Schistosomen-Infektion über viele Jahre und wird nicht therapiert, kann Blasenkrebs als Spätfolge auftreten. Auch in diesem Fall entstehen keine Urothelkarzinome, sondern Plattenepithelkarzinome. Durch Tourismus in betroffenen Gebieten tritt die Bilharziose auch in Europa auf. Wer nach einem Tropenaufenthalt unter Durchfall, blutigem Stuhl oder Blut im Urin leidet, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen und ihm den vergangenen Aufenthaltsort mitteilen. Von einer Bilharziose sind etwa 200 Millionen Menschen weltweit betroffen.

Medikamente

Die Einnahme bestimmter Medikamente kann ebenfalls das Risiko erhöhen, an einem Blasenkrebs zu erkranken. Dies sind in erster Linie Chemotherapeutika, die selbst zur Krebstherapie eingesetzt werden. Eine Steigerung des Erkrankungsrisikos für Blasenkrebs wurde in erster Linie für Cyclophosphamid nachgewiesen. Dabei handelt es sich um ein Zytostatikum, welches die Teilung von Zellen und damit auch das Krebswachstum verhindert. Es wird vorwiegend bei Leukämien, fortgeschrittenem Brustkrebs und Eierstockkrebs verwendet.

Lydia Köper

20.04.17

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