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Mit Humor gegen Krebs

Humor reimt sich auf Tumor. Dieser Satz liest sich auf den ersten Blick vielleicht etwas seltsam, aber er bringt etwas zum Ausdruck, was viele Menschen mit Krebs und ihre Angehörigkeit kennen – und für sich selbst leben: Sie versuchen, ihre Krebserkrankung trotz aller Schwere mit Humor zu betrachten.

Blogger und Tutus

Manche bloggen mit einer gehörigen Portion Galgenhumor über ihre Krebserkrankung und finden so einen zunächst eher ungewöhnlichen Weg, mit ihr umzugehen, wie der durch die Medien bekannt gewordene Dmitrij auf seinem Blog Sterben mit Swag, der im Oktober 2016 an seinem Hirntumor verstorben ist, oder die an einem Lymphom erkrankte Janine Schmidt mit ihren Blog #fuckoffhenry – Henry, so nennt sie selbst den Krebs.

International bekannt geworden ist das Tutu-Projekt von Bob und Linda Carey, das mittlerweile ein Wohltätigkeitsprojekt geworden ist: 2003 erhielt Linda Carey die Diagnose Brustkrebs. Ihr Mann Bob wollte sie aufheitern und kam auf die Idee, sich selbst im Tutu zu fotografieren – dabei sieht er ganz und gar nicht aus wie eine Ballerina. Dafür suchte er sich mit Vorliebe besondere Orte – beispielsweise den Grand Canyon oder auch das Brandenburger Tor. Aus den Bildern entstand schließlich Ballerina, das Buch – ein Buch nicht nur mit Tutu-Bildern, sondern vielen humorvollen Geschichten. Durch den Verkauf der Bücher unterstützen die Careys mit ihrer Carey Foundation nun andere betroffene Frauen mit Brustkrebs, arrangieren den Transport zu Arztterminen, Perücken, Kompressionsstrümpfe, Kinderbetreuung und Beratung.

Lachyoga für Körper und Seele

Man sieht: Mit Humor und Kreativität lässt sich eine Menge bewirken. In der Lachforschung, der sog. Gelotologie, untersuchen Forscher, was Lachen in unserem Körper und in unserer Seele bewirkt. Und Lachen wird auch mehr und mehr gezielt in medizinischen Kontexten angewendet: Man denke an Krankenhaus-Clowns, die vor allem kleine Patienten, beispielsweise vor Operationen, aufmuntern, oder auch an Lachyoga. Doch was steckt genau dahinter? Nach Angaben der Apotheken Umschau ist es eine Mischung aus rhythmischen Klatschübungen, Lach- und Atemübungen. Aus simuliertem Lachen soll so echtes Gelächter entstehen. Gezielt wird es z. B. bei Schmerzpatienten eingesetzt, die oft Erleichterung durch Methoden wie Lachyoga erfahren. Es wird mittlerweile auch in Krebskliniken angeboten.

Der Europäische Berufsverband für Lachyoga und Humortraining nennt u. a. eine bessere Versorgung mit Sauerstoff des Körpers, eine bessere Lungenelastizität, Anregung der Herztätigkeit und Stimulation der Muskulatur als positive körperliche Auswirkungen des Lachens. Lachen wirkt sich auch auf die psychische Verfassung aus, wie eine bessere Grundstimmung, Stressbewältigung und wenige depressive Verstimmungen. Lachen ist die beste Medizin – das ist eine alte Volksweisheit. Heute weiß man: Die Therapie begleitend kann es helfen, schwere Zeiten besser zu überstehen.

Quelle: Befund Krebs 5/2017

31.01.18

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