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Landesverband Prostatakrebs Selbsthilfe Schleswig-Holstein

Seit 15 Jahren im Einsatz für Betroffene

15 Jahre Ansprechpartner für Männer mit Prostatakrebs und ihre Angehörigen: Darauf kann der Landesverband Prostatakrebs Schleswig-Holstein in diesem Jahr zurückblicken. In diesem Verband geht es um Aufklärung und Information in allen Fragen rund um das Thema Prostatakrebs, berichtet Jens Jürgensen, seit Dezember 2015 Vorsitzender des Landesverbands.

„Schon die Diagnose hat für einen Betroffenen natürlich Auswirkungen auf Psyche und Alltag. Die Selbsthilfe setzt schon direkt hier an und gibt konkrete Hilfestellung bei der Entscheidung für die jetzt richtigen Maßnahmen“, erklärt Jürgensen weiter. „Hier in den Gruppen nimmt man sich die Zeit und Entspannung, gemeinsam mit dem neuen Patienten in aller Ruhe und ggf. in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten die jetzt richtigen und eventuell notwendigen Behandlungsmethoden zu veranlassen.“

Der Rat und die Diskussion mit erfahrenen und in diesem Thema aus- und weitergebildeten selbstbetroffenen Patienten können oft auch lebenslange Folgeschäden einer eventuellen Übertherapie verhindern, betont Jürgensen. Diesen Aspekt haben sich die Gruppenleiter daher nicht nur im Landesverband Schleswig-Holstein, sondern auch im Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) zum Kernthema gemacht.

Wichtig: Der Austausch unter Gleichgesinnten

„Uns ist es wichtig, Männern mit Prostatakrebs jede mögliche Hilfe zu bieten. Allein schon den Austausch mit anderen Betroffenen erleben viele als sehr hilfreich. Dabei muss es nicht mal mehr immer um die Erkrankung selbst gehen, manchmal tut es einfach auch gut, in Stammtisch-Atmosphäre zusammenzusitzen und einen lockeren Plausch miteinander zu pflegen“, erklärt Jürgensen. Gerade weil die Stamm-Mitglieder die Situation und den Umgang mit Prostatakrebs aus eigener Erfahrung kennen, können sie auch auf die besonderen praktischen und emotionalen Bedürfnisse von Ratsuchenden eingehen. Der große Vorteil der Selbsthilfe: „In der Gruppe erfahren Betroffene, wie andere ihren Alltag bewältigen und treffen auch stets auf Zuhörer, bei denen sie ihre speziellen Sorgen abladen können – vielleicht auch nur, um den ersten Schock von Diagnose und Therapie zu überwinden.“

Insgesamt gibt es im Landesverband Schleswig-Holstein z. Z. elf aktive Selbsthilfegruppen, beispielsweise in Heide, Rendsburg, Kiel, Lübeck und Bad Schwartau. Diese treffen sich i. d. R. einmal im Monat und sind für Interessierte immer offen. Eine Anmeldung ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Ein- bis zweimal jährlich organisieren Jürgensen und seine Mitstreiter zudem eine Patientenveranstaltung bzw. kongress, bei dem Referenten aus Medizin und Forschung über Diagnose, Therapie und neue Entwicklungen bei Prostatakrebs informieren. Darüber hinaus nehmen die Schleswig-Holsteiner regelmäßig an den Schulungsangeboten des Bundesverbands Prostatakrebs Selbsthilfe teil, die z. T. auch online angeboten werden. Nicht zuletzt profitieren die Mitglieder von der Nähe zu den Krebszentren in Hamburg, Kiel oder Lübeck, die im Bereich Prostatakrebs mit federführend sind und nutzen gern auch deren Informations und Weiterbildungsangebote.

Ein Problem in der Selbsthilfe ist es, wirklich aktive Mitglieder für die ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen, sagt Jürgensen. „Der Einsatz aber lohnt sich, durch helfen gewinne ich auch persönlich sehr viel! Wenn ich anderen sichtbar helfen kann, erfüllt mich das mit Zufriedenheit – und die Gelegenheit finde ich in den Selbsthilfegruppen fast täglich!“

Quelle: Befund Krebs 4/2016

14.10.16

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