- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Atemwegserkrankungen - Lungenhochdruck - Therapie von Lungenhochdruck

Therapie von Lungenhochdruck

Eine kurative Therapie bei Lungenhochdruck ist trotz der Erfolge, die bei der Ursachenforschung und auf dem Gebiet der Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahren errungen werden konnten, bis heute nicht möglich. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden therapeutischen Maßnahmen ist es jedoch möglich, den Erkrankungsverlauf positiv zu beeinflussen und damit die Lebensqualität für den Patienten mit Lungenhochdruck zu verbessern.

Spezifische medikamentöse Therapie der PAH

Welche Wirkstoffgruppen in der Therapie des Lungenhochdrucks eingesetzt werden, ist v. a. davon abhängig, welche Form der Erkrankung vorliegt. So unterscheidet sich die Art und Dosierung der Medikation bei pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) in einigen Aspekten von der Behandlung bei anderen Formen des Lungenhochdrucks. Sogar innerhalb der Gruppe von Erkrankungen, die der PAH zugeordnet werden, unterscheiden sich die Behandlungsempfehlungen zum Teil. Daher sollen im Folgenden beispielhaft einige Therapieoptionen bei pulmonal-arterieller Hypertonie näher betrachtet werden.

Beeinflussung des Prostazyklin- und Endothelin-Spiegels

Eine Strategie, die in der Therapie des Lungenhochdrucks verfolgt wird, ist die Reduzierung des gefäßverengenden Stoffs Endothelin bzw. eine Erhöhung des Anteils von gefäßerweiterndem Prostazyklin im Blut. Dieser Ausgleich kann mit der Gabe eines Endothelin-Antagonisten oder der direkten Verabreichung von Prostazyklin erfolgen. Um den Prostazyklin-Spiegel außerdem zu beeinflussen, können unterstützend sog. Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer) angewandt werden, die den Abbau des Prostazyklins hemmen.

Kalziumantagonisten wirken ebenfalls Gefäßverengung entgegen

Einige Patienten mit Lungenhochdruck profitieren darüber hinaus von einer Behandlung mit Kalziumantagonisten. Im Vorfeld muss jedoch eine Herzkatheteruntersuchung mit pharmakologischer Testung gezeigt haben, dass sie auf eine solche Behandlung ansprechen. Substanzen dieser Wirkstoffgruppe verringern den Einstrom von Kalziumionen in die Zelle und verhindern so die daraus resultierende Gefäßverengung.

Therapiebegleitende und -unterstützende Maßnahmen

Regelmäßige Bewegung ist für Patienten mit Lungenhochdruck generell ratsam. Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass eine zu starke Belastung, die Schmerzen in der Brust, Atemnot oder andere Beschwerden hervorruft, vermieden wird. Das Bewegungsprogramm sollte daher möglichst individuell auf die Gegebenheiten der Erkrankung und auf den Gesundheitszustand des Patienten abgestimmt werden.

Da es aufgrund der Herzschwäche zu Wasseransammlungen v. a. in den Beinen kommen kann (Beinödeme) werden bei Bedarf therapieunterstützend Diuretika (Entwässerungsmedikamente) gegeben. Wenn der Sauerstoffgehalt des Blutes unter ein bestimmtes Niveau fällt, kann der Unterversorgung des Körpers mit einer Sauerstoff-Inhalationstherapie entgegengewirkt werden.

Der Anschluss an eine Lungenhochdruck-Selbsthilfegruppe kann Betroffenen und Angehörigen in vielerlei Hinsicht von Nutzen sein. Neben einem regelmäßigen Austausch mit anderen Betroffenen bieten Selbsthilfeorganisation vielfach Informationsveranstaltungen und -material sowie Unterstützung z. B. bei der Wahl eines geeigneten Therapiezentrums.

Antje Habekuß

21.02.14

Newsletter An-/Abmeldung

Code: NGJB