- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Neurologie - Migräne - Therapie von Migräne

Therapie von Migräne

Triptane – Medikamente der ersten Wahl

Für die Behandlung eines akuten Migräneanfalls werden heute sog. Triptane eingesetzt. Diese Triptane stimulieren einen bestimmten Typ von Rezeptoren des Neurotransmitters Serotonin (Subtyp 5-HT1B/1D). Medikamente, die Wirkstoffe aus dieser Gruppe enthalten, stehen in verschiedenen Darreichungsformen zur Verfügung. Es gibt sie z. B. als Tablette.

Es wird empfohlen, Triptane möglichst zu Beginn einer Migräneattacke einzunehmen, wenn der Kopfschmerz noch nicht so stark ist, da die Wirkung sich so am besten entfaltet. Da alle Triptane bei zu häufiger Einnahme die Häufigkeit der Attacken erhöhen kann, ist es empfehlenswert, Triptane nur dann frühzeitig einzusetzen, wenn die Attacken nicht zu häufig sind. Es gilt, Triptane nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat und mehr als drei Tagen hintereinander einzunehmen. Migräne-Patienten mit Aura sollten die Einnahme von Triptanen nach Abklingen der Auraphase einnehmen.

Medikamente bei leichten Anfällen

Bei leichteren Anfällen reicht es manchmal auch aus, die Symptome der Migräne mit Medikamenten gegen Kopfschmerz bzw. Übelkeit zu bekämpfen. Gegen die Kopfschmerzen können Schmerzmittel (sog. Analgetika) oder nicht-steroidale Antirheumatika eingenommen werden. Bekannte Vertreter dieser beiden Wirkstoffklassen sind beispielsweise Azetylsalizylsäure, Ibuprofen und Paracetamol.

Übelkeit lässt sich mit sog. Antiemetika lindern. Es wird empfohlen, zunächst das Medikament gegen Übelkeit und das Schmerzmittel ca. 15 Minuten später einzunehmen, da das Antiemetikum die Aufnahme des Schmerzmittels verbessert. Mutterkornalkaloide können auch zur Akuttherapie eingesetzt werden, z. B. bei sehr langen Migräneattacken.

Medikamente zur Vorbeugung von Migräneattacken

Bei häufigen Migräneattacken kann es sinnvoll sein, mit einer Migräneprophylaxe zu beginnen. Für die Vorbeugung von Migräneanfällen werden u. a. sog. Beta-Blocker eingesetzt. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die aus der Bluthochdrucktherapie bekannt sind. Darüber hinaus werden Kalzium-Antagonisten und sog. Antikonvulsiva angewendet.

Sinnvoll ergänzt werden kann die Prophylaxe durch Verhaltenstherapie bzw. Stressbewältigung (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung etc.) und durch Ausdauersport (Radfahren, Laufen, Schwimmen etc.).

Antje Habekuß

18.04.17

Therapie
Newsletter An-/Abmeldung

Code: JVKC