Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen
IVW
- Anzeige -

Kliniken in Ihrer Nähe

Neue Hilfe bei chronischen Kopfschmerzen

Nicht nur gegen Falten kommt es zum Einsatz, in höherer Dosierung kann das Bakteriengift „Botoliniumtoxin“ bei Patienten mit chronischer Migräne eine sehr effektive Vorbeugung darstellen. Diese neue Hoffnung für Betroffene ...

 

Osteopathie bei Migräne: Studie belegt Erfolg bei Kindern und Jugendlichen

Lukas Lange (12) hatte zum ersten Mal in der zweiten Klasse eine Migräne-Attacke. Rasende Kopfschmerzen und Übelkeit mit Erbrechen bestimmten von nun an sein Leben. Auch eingehende schulmedizinische Untersuchungen und ...

 

Regelmäßigkeit im Tagesablauf reduziert Migräne-Attacken

Migräne-Patienten sollten bei Schlaf und Ernährung auf einen möglichst gleichmäßigen Ablauf achten. «Geregelte Mahlzeiten sind wichtig, um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und Schwankungen zu vermeiden», betont der Vorsitzende des Berufsverbandes ...

 

Faltenstraffer lindert auch Migräne

Dem als Faltenstraffer bekannten Bakteriengift "Botulinumtoxin A" steht womöglich eine Karriere als Wirkstoff gegen chronische Migräne bevor, berichtet die "Apotheken Umschau". Zwei Studien mit insgesamt 1400 Patienten haben gezeigt, dass ...

 

Froscheier für Migräne-Forschung

Wissenschaftler der TU Berlin enträtseln die molekularen Grundlagen des vererbbaren Kopfschmerzes. "Unsere Damen leben im Keller", sagt Prof. Dr. Thomas Friedrich. Elisabeth scheint das nicht weiter zu stören. Die grüne ...

 

Sie sind hier: Startseite - Neurologie - Kopfschmerzen - Migräne - Migräne: Therapie

Migräne: Therapie

17.12.08.

Für die Behandlung eines akuten Migräneanfalls werden heute sog. Triptane eingesetzt. Diese Triptane stimulieren einen bestimmten Typ von Rezeptoren des Neurotransmitters Serotonin (Subtyp 5-HT1B/1D). Medikamente, die Wirkstoffe aus dieser Gruppe enthalten, stehen in verschiedenen Darreichungsformen zur Verfügung. Es gibt sie z. B. als Tablette oder auch als Nasenspray.

Es wird empfohlen, Triptane möglichst zu Beginn einer Migräneattacke einzunehmen, wenn der Kopfschmerz noch nicht so stark ist, da die Wirkung sich so am besten entfaltet. Dies wurde u. a. durch eine im Jahr 2007 veröffentlichte Studie bestätigt („Act-when-Mild“-Studie), an der rund 400 Patienten teilnahmen. Experten plädieren ebenfalls dafür, die Medikamente rasch einzusetzen. Erfahrungen bestätigen, dass die Patienten bei einem früheren Therapiebeginn schneller schmerzfrei waren, die Dauer der Attacke kürzer war und dass die Patienten häufig auf zusätzliche Akutpräparate verzichten konnten.

Bei leichteren Anfällen reicht es manchmal auch aus, die Symptome der Migräne mit Medikamenten gegen Kopfschmerz bzw. Übelkeit zu bekämpfen. Gegen die Kopfschmerzen können Schmerzmittel (sog. Analgetika) oder nicht-steroidale Antirheumatika eingenommen werden. Bekannte Vertreter dieser beiden Wirkstoffklassen sind beispielsweise Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Paracetamol. Übelkeit lässt sich mit sog. Antiemetika lindern (z. B. Metoclopramid oder Domperidon). Es wird empfohlen, zunächst das Medikament gegen Übelkeit und das Schmerzmittel ca. 15 Minuten später einzunehmen, da das Antiemetikum die Aufnahme des Schmerzmittels verbessert.

Medikamente zur Vorbeugung von Migräneattacken

Bei häufigen Migräneattacken kann es sinnvoll sein, mit einer Migräneprophylaxe zu beginnen. Für die Vorbeugung von Migräneanfällen werden u. a. sog. Beta-Blocker eingesetzt. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die aus der Bluthochdrucktherapie bekannt sind. Darüber hinaus werden Kalzium-Antagonisten und sog. Antikonvulsiva angewendet. Daneben kommen auch pflanzliche Wirkstoffe wie Pestwurz und Mutterkraut oder Magnesium zum Einsatz.

Sinnvoll ergänzt werden kann die Prophylaxe durch Verhaltenstherapie bzw. Stressbewältigung (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung etc.) und durch Ausdauersport (Radfahren, Laufen, Schwimmen etc.).

Neue Wirkstoffe in der Migräne-Therapie

In der klinischen Erprobungsphase befinden sich derzeit sog. CGRP-Antagonisten. Dabei handelt es sich um Medikamente, deren Wirkstoff als Gegenspieler des Calcitonin Gene-Related Peptids, eines Neurotransmitters, der vom Trigeminusnerv (lat. Nervus trigeminus) freigesetzt wird, fungiert. Dieser Hirnnerv hat nach heutigem Kenntnisstand in der Pathogenese der Migräne eine wichtige Rolle inne. Das Calcitonin Gene-Related Peptide gilt als eine der Substanzen, die Blutgefäße am stärksten erweitern können.

Antje Habekuß

Curado Newsletter

aktuell . fundiert . patientengerecht

Newsletter "Migräne" abonnieren ...

Sachverwandte Themen

Weitere Artikel

Alle 25 sachverwandten Artikel anzeigen

- Anzeige -