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Mundgeruch

Mundgeruch ist ein Symptom und keine Krankheit im eigentlichen Sinne. Verschiedenste Ursachen können den unangenehmen Geruch der Atemluft hervorrufen, der meistens weniger stark den Betroffenen selbst als vielmehr den Mitmenschen auffällt. Von einem kurzfristig auftretenden Mundgeruch ist jeder Mensch in seinem Leben relativ häufig betroffen. Er entsteht durch den Genuss bestimmter Speisen, die beispielsweise Zutaten wie Zwiebeln oder Knoblauch enthalten.

Auch alkoholische Getränke verursachen Mundgeruch, aber beispielsweise auch ein nüchterner Magen. Diese Art des Mundgeruchs verschwindet rasch von allein. Anders ist es jedoch bei einem chronischen Mundgeruch, der die Betroffenen dauerhaft begleitet.

Chronischer Mundgeruch

Viele Menschen in Deutschland leiden unter einem chronischen Mundgeruch. Etwa ein Viertel davon bemerkt den unangenehmen Geruch zu bestimmten Tageszeiten an sich selbst, den anderen Betroffenen bleibt er verborgen. Der Anteil der Menschen, die aufgrund ihres Mundgeruchs einen Arzt aufsuchen, liegt noch einmal deutlich niedriger. Dabei steckt im Regelfall ein ernstzunehmender medizinischer Grund hinter dem Symptom. Mundgeruch ist also in den meisten Fällen behandelbar. Medizinisch können drei verschiedene Formen des Mundgeruchs unterschieden werden:

  • Foetor ex ore
  • Halitosis
  • psychiatrisch oder neurologisch bedingter Mundgeruch

Foetor ex ore

Von Foetor ex ore spricht man, wenn der chronische Mundgeruch seine Ursache direkt im Mund-, Nasen- oder Rachenraum hat. Dies ist beispielsweise bei verschiedensten Erkrankungen der Mundhöhle der Fall. Kennzeichnend ist, dass dieses Symptom nur dann auftritt, wenn die Betroffenen durch den Mund ausatmen. Wird hingegen durch die Nase geatmet, ist kein unangenehmer Geruch der Atemluft mehr feststellbar. Von allen unter chronischem Mundgeruch leidenden Menschen sind mehr als 90 % dieser Mundgeruchsform zuzuordnen.

Halitosis

Bei einer Halitosis hingegen ist das Symptom Mundgeruch auch dann bemerkbar, wenn die Betroffenen durch die Nase ausatmen. Dies liegt daran, dass die Ursache der Halitosis nicht direkt in der Mundhöhle liegt, sondern tiefer im Körper. Somit wird der Atemluft der unangenehme Geruch nicht erst bei der Passage des Mund-, Nasen- und Rachenraumes beigemischt, sondern ist an dieser Stelle schon vorhanden.

Mit einem Anteil von weniger als 10 % am chronischen Mundgeruch tritt diese Form vergleichsweise selten auf. Damit ist widerlegt, dass Mundgeruch generell auf Magenerkrankungen zurückzuführen ist. Dies kann zwar eine Ursache für Mundgeruch sein, ist aber sehr selten der Fall.

Psychiatrisch oder neurologisch bedingter Mundgeruch

In seltenen Fällen geschieht es, dass psychiatrische oder neurologische Erkrankungen bei den Betroffenen zu Missempfindungen auch im Bereich des Mund- und Rachenraumes bzw. der Atemluft führen. Diese Gruppe sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt, da die Betroffenen zwar einen Mundgeruch bei sich selbst feststellen, dieser aber in der Realität nicht vorliegt und somit auch von anderen nicht wahrgenommen wird.

Wahrnehmung von Mundgeruch

Es sind bestimmte chemische Verbindungen, die sich der Atemluft beimengen und einen charakteristischen Geruch verursachen – also Mundgeruch hervorrufen. Am häufigsten sind dies Schwefelverbindungen, die flüchtig sind und deshalb mit ausgeatmet werden. Ausgeatmete Luft besteht aus etwa 79 % Stickstoff, 16 % Sauerstoff, 4 % Kohlendioxid und 1 % Edelgasen. Bereits ein winziger Anteil von ca. 0,000001 % Schwefelverbindungen kann es sein, der für einen Menschen den Unterschied macht und den Atem schlecht riechen lässt.

Ab welcher genauen Konzentration von bestimmten chemischen Verbindungen nun ein Mundgeruch vorliegt, kann nicht festgelegt werden. Ob der Atem einer Person negativ auffällt und nicht mehr als normal riechend eingestuft wird, ist Ermessenssache der Person, die dies gerade beurteilt. Eine klare Grenze zwischen gutem und schlechtem Atem gibt es nicht.

Verteilung von Mundgeruch

Mundgeruch ist nicht nur ein Symptom, das mit einer großen Häufigkeit in der Bevölkerung auftritt, sondern es ist auch ein weltweit vorkommendes Problem. Zahlreiche Untersuchungen konnten belegen, dass Bewohner der unterschiedlichsten Erdteile etwa gleich häufig betroffen sind – zwischen Schweizern, Chinesen, Japanern, Kuwaitern und Brasilianern beispielsweise konnten keine großen Unterschiede festgestellt werden.

Abweichungen hervorrufen können jedoch sowohl Alter als auch Geschlecht. Ältere Menschen leiden generell häufiger unter Mundgeruch als junge Menschen, und ein Vergleich der Geschlechter zeigt, dass Männer häufiger unter einem schlechten Atem leiden als Frauen. Bei Frauen konnte belegt werden, dass zyklusabhängige Unterschiede in der Konzentration von Schwefelverbindungen in der Atemluft bestehen. Während des Eisprungs erhöht sich diese um das Zwei- bis Vierfache.

Lydia Köper

05.02.14

Mundgeruch
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